1. Kolumne

Ach, übrigens...: Besonnenheit, aber auch Perspektiven

Ach, übrigens... : Besonnenheit, aber auch Perspektiven

Ein Jahr Corona, ein Jahr Homeoffice, ein Jahr des weitgehenden Verzichts. Die meisten von uns zogen an einem Strang, wollten diese vermaledeite Zeit gemeinsam und gesund überstehen. Doch selbst bekennende Befürworter der von Bund und den Ländern getroffenen Maßnahmen haben inzwischen in weiten Teilen kaum mehr Verständnis für den Kurs, den Berlin vorgibt.

Vieles, was da hinter verschlossenen Türen in der „MPK“ beschlossen wird, wirkt planlos und unausgegoren. Das beste Beispiel war doch die anfangs der Woche verkündete „Oster-Ruhe“. Dass es ein Fehler gewesen wäre, den Gründonnerstag und Karsamstag zum Feiertag zu erklären, wurde der Kanzlerin zum Glück noch rechtzeitig klar. Dafür gebühren ihr zweifelsohne Respekt und Anerkennung.

Nun aber muss der Blick nach vorne gerichtet werden. Es muss schneller geimpft und vermehrt getestet werden. Tübingen und Rostock machen es vor. Merkel räumte am Donnerstag ein, dass es jedem Oberbürgermeister freisteht, diese Konzepte zu übernehmen. Und genau dies will Krefeld machen. Oberbürgermeister Frank Meyer kontaktierte bereits NRW-Minister­präsident Laschet und reichte die Bewerbung als Modell­kommune ein. Auch die Kempener CDU möchte die Altstadt öffnen dürfen. „Wir brauchen Tübingen auch in Kempen“, heißt es.

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Ach, übrigens: Auch wenn wir alle ein wenig Abwechslung gebrauchen könnten, nach mehr Freiheit lechzen und am liebsten wohl auch in Urlaub fahren würden. Die Besonnenheit muss nach wie vor Oberhand haben. Menschen, die Ordungsdienstmitarbeiter mit Steinen bewerfen, Polizisten anpöbeln oder Seit` an Seit` mit Rechten marschieren, um ohne Mund-Nasen-Schutz gegen die „Corona-Diktatur“ zu demonstrieren, müssen die Härte des Gesetzes spüren!