Sonderlob vor Jena-Spiel: Uerdingens Matuschyk verkörpert das, was das Team gebraucht hat

Sonderlob vor Jena-Spiel : Uerdingens Matuschyk verkörpert das, was das Team gebraucht hat

Vor dem Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena am kommenden Samstag (14 Uhr) plagen Teamchef Stefan Reisinger einige Ausfälle. Einer, der zuletzt von den personellen Wechseln profitierte, war Adam Matuschyk, der das Team nun zum lang ersehnten zweiten Heimspielsieg der Saison führen will / Mbom fehlt gelbgesperrt, Christian Dorda droht verletzt auszufallen.

Er ist zweikampfstark, spielt schnörkellos, hat Ruhe am Ball und kann im richtigen Moment den entscheidenden Pass spielen: Adam Matuschyk feierte in Meppen sein Startelf-Comeback und ist derzeit kaum aus dem Mittelfeld des KFC Uerdingen wegzudenken. Kein Wunder also, dass sich der gebürtige Pole bei der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Samstag ein Sonderlob von Teamchef Stefan Reisinger abholte. „Er ist taktisch einfach unheimlich diszipliniert und spielt klare Pässe. Genau das, was wir gebraucht haben.“

In den letzten sechs Monaten hatte der 30-Jährige mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach einer schweren Verletzung warfen ihn einige Blessuren wieder zurück. „Das war sicher keine einfache Phase, so lange war ich in meiner Karriere noch nicht verletzt“, schildert Matuschyk, der nach dem Trainerwechsel in die Startelf rutschte.

“In Meppen habe ich ihn ins kalte Wasser geschmissen und vorher noch gefragt, ob er denn wüsste, wann sein letztes Spiel war“, erzählt Reisinger über das Comeback seines Mittelfeld-Abräumers. Es war die Partie in der letzten Saison bei den Sportfreunden Lotte. In einer katastrophalen Rückrunde fuhr das Team dort einen von nur zwei Siegen ein. „Ich habe ihm gesagt, dass das doch ein gutes Omen ist. Und so war es dann auch.“

Mbom fällt aus, auch Dorda fraglich

Matuschyk bildet mit Jean Manuel Mbom ein bärenstarkes Duo. Samstag gegen Carl Zeiss Jena wird das altersmäßig ungleiche Paar allerdings auseinandergerissen. Der 19-Jährige fehlt gelbgesperrt. „Mal sehen, wen wir für ihn aufstellen, da ist einiges möglich“, sagt Reisinger im Hinblick auf die Partie gegen die Thüringer.

Denn neben Mbom fallen auch Kevin Großkreutz (“Ihn müssen wir wieder aufbauen, er muss Stabilität in seinen Körper bekommen, damit er sich nicht direkt wieder verletzt“, so Reisinger), Ali Ibrahimaj, Adriano Grimaldi, Tobias Rühle, Dennis Daube (im Aufbau) und Oliver Steurer (im Aufbau) aus. „Dazu könnte sich auch Christian Dorda gesellen, der an einem Pferdekuss laboriert“, befürchtet Reisinger.

Lautstarke Unterstützung für Jena

Sowohl die Ausfälle als auch das Auftreten des Gegners könnten Reisinger zum Umdenken zwingen, was die Systemfrage angeht. „Wir müssen ja sowieso umstellen, eine andere Herangehensweise probieren. Vielleicht ändern wir auch das System, spielen mal mit zwei Stürmern“, überlegt der Teamchef. Doch eines wird er tunlichst vermeiden, nämlich dass seine Elf am Samstag gegen einen vermeintlich schwachen Gegner (Jena ist abgeschlagen Tabellenletzter) ins offene Messer läuft.

„Die Tabellenkonstellation ist bei diesem Spiel völlig uninteressant. Sie haben einen neuen Trainer, sie hätten letzten Samstag gegen Würzburg eigentlich gewinnen müssen, weil sie nicht schlecht gespielt haben. Jena wird alles reinwerfen“, prohezeit Reisinger.

Zudem werden die Thüringer von vielen Fans begleitet (Zahlen zwischen 1000 und 3500 kursieren im Internet), die auf dieser Auswärtstour an ihr Europapokalfinale 1981 im Düsseldorfer Rheinstadion erinnern. „Ach ja, vielleicht ist es ja ganz gut, wenn es eher ein Auswärtsspiel wird“, sagt Reisinger augenzwinkernd im Hinblick auf die eigene Statistik.

Drei Auswärtssiege in Folge schlagen da zu Buche. Nun wollen die Blau-Roten endlich den zweiten Heimsieg der Saison einfahren.

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