Uerdinger Defensive steht: Schwachstelle wird Erfolgsgarant

Uerdinger Defensive steht : Schwachstelle wird Erfolgsgarant

Zu viele Gegentore kassierte der KFC Uerdingen am Anfang der Saison. Seit dem Trainerwechsel steht die Defensive aber stabil, das Team fing sich nur ein Gegentor in drei Spielen. Vor allem Kapitän Jan Kirchhoff hält die Abwehr zusammen.

So manches Mal dürften sich den Fans und Zuschauern zu Saisonbeginn die Nackenhaare aufgestellt haben, als sie die Spiele ihrer Lieblingsmannschaft in blau-rot verfolgt haben. Offensiv fehlte dem KFC die Durchschlagskraft, zu oft wurde der Ball nur hin- und hergeschoben, statt den Abschluss zu suchen. Doch das Problem lag zweifelsohne in der Defensivzone. Zu einfach gelang den Gegnern der Durchmarsch durch die Abwehrreihe, die gesamte Defensivbewegung war lückenhaft, einige individuelle Fehler brachten die Teamkollegen gehörig unter Druck. Die logische Folge: Neun Gegentore aus den ersten fünf Spielen, bis zur Entlassung von Trainer Heiko Vogel waren es gar 16.

Eine Situation, der sich Stefan Reisinger als erstes annahm, als er den Posten von Vogel übernahm. Das Drehen an wenigen Stellschrauben genügte, nur ein Gegentor in drei Spielen und damit sieben Punkte sind das Resultat, zuletzt der Dreier bei 1860 München, der Cheftrainer Daniel Steuernagel einen gelungenen Einstand verschaffte.

Speziell die Hereinnahme vom lange verletzten Adam Matuschyk ins Defensive Mittelfeld, der sich am Samstag mit seinem Treffer zudem als Matchwinner erwies, und der Wechsel von Kapitän Jan Kirchhoff in die Innenverteidigung, wo er mit vorbildhaftem Stellungsspiel und besten Zweikampfwerten glänzt, sind die entscheidenden Stabilisatoren. Davon scheint auch Assani Lukimya zu profitieren und schier aufzublühen, von dessen teils haarsträubenden Aussetzern nichts mehr zu sehen ist. „Seitdem Stefan Reisinger die Verantwortung hat, stehen wir deutlich besser, wir haben fast keine Gegentore in den letzten Spielen fressen müssen. Das ist unsere Basis“, sagte der Kapitän zufrieden im Radio Blau-Rot nach dem umkämpften 1:0-Sieg in München. Dabei ist das spielerische Auftreten immer noch kein Augenschmaus, doch gut Ding will Weile haben. Kirchhoff: „Jetzt stimmen gerade die Ergebnisse, darauf können wir aufbauen und wollen uns auch im fußballerischen Bereich verbessern, um Spiele mal höher zu gewinnen.“

Auswärts gelangen drei Siege in Folge, jetzt soll auch mal „zu Hause“ in Düsseldorf ein Dreier her. Nächste Gelegenheit: Kommenden Samstag, 14 Uhr gegen den Tabellenletzten Carl Zeiss Jena, zur Not auch „nur“ mit 1:0....

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