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Immobilienmarkt: „Duisburg lohnt sich“

Immobilienmarkt : „Duisburg lohnt sich“

Die Duisburger Wirtschaftsförderungsgesellschaft „Duisburg Business & Innovation“ (DBI) hat den Immobilienmarkt-Jahresbericht für 2022 präsentiert. Bei Büroneubauten liegt die Stadt ruhrgebietsweit an der Spitze. Auch im Westen tut sich was. Morgen geht’s zusammen mit Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent zur Immobilienmesse MIPIM nach Cannes.

DBI-Geschäftsführer Rasmus C. Beck sagt erstmal, dass sich die Immobilienbranche gerade in einer Umbruchszeit befinde. Lange Zeit und immer noch Wachstumstreiber, lägen nach der Zinswende viele Investments „im Regal wie Blei“. Die Situation in Duisburg stimme ihn aber optimistisch. Nirgendwo in Deutschland gäbe es mehr Wohnraum im Verhältnis zur Dichte als im Ruhrgebiet, sagt Beck, und rührt die Werbetrommel: „Deswegen lohnt es sich, in Duisburg auf die einzigartige Entwicklung von urbanem Wohnen und neuen Gewerbeflächen zu setzen – halbes Risiko, doppelte Chancen. Bei uns kann man sich das gute Leben noch leisten, während man in anderen Städten nicht mal mehr für Geld etwas bekommt.“

Besonders erfreulich findet Wirtschaftsdezernent Michael Rüscher, dass Duisburg das Ruhrgebiet beim Neubauvolumen im Büromarkt anführt. Hier sei der Höchststand der letzen 20 Jahre erreicht worden, präzisiert Beck, die erzielbaren Spitzenmieten mit 17 bis 18 Euro und ebenso die Durchschnittsmiete von 11,50 Euro hätten leicht zugenommen - trotz einer im langjährigen Vergleich unterdurchschnittlichen Büroflächennachfrage.

Von 59.000 Quadratmetern neuer Wohnfläche im Jahr 2022 berichtet Svenja Haferkamp von der GEBAG. Miet- und Kaufpreise für Wohnungen seien gestiegen, insbesondere die Mietpreise für Neubauwohnungen. Kaufinteressenten träten verstärkt als Nachfrager auf dem Mietwohnungsmarkt auf. Steigende Zinsen hätten jedoch die Nachfrage nach Wohneigentum gedämpft und könnten zu stagnierenden oder sinkenden Kaufpreisen führen, so Haferkamp. Großprojekte stehen mit den „Duisburger Dünen“ auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände und mit „6 Seen Wedau“ an, auch auf dem Mercatorquartier-Gelände vorm Rathaus soll’s vorangehen. „Wir legen bei der Auftragsvergabe großen Wert auf die Qualität“, so Haferkamp. „Wir vergeben Grundstücke nur an verlässliche Investoren, die für bezahlbaren Wohnraum stehen.“ Was die GEBAG gegenüber von Rheinhausen auf dem IGA-2027-Gelände plant, solle „Blaupause und Vorbild“ werden.

Spitze ist die größte Stadt am Niederrhein in Sachen Logistik - nur im östlichen Ruhrgebiet, im Kreis Unna, gibt es noch etwas mehr Platz für Hallen. „Der Platz ist knapp“, so Beck zur Situation in Duisburg, weil: begehrt. Im vergangenen Jahr wurde rechtsrheinisch das Logistikzentrum Hillwood mit 28.500 Quadratmetern Nutzfläche fertiggestellt. Im Bau befindet sich unter anderem das Distributionszentrum von Maersk im Logport Rheinhausen, das „Duisburg Gateway Terminal“ auf der ehemaligen Kohleninsel in Ruhrort und in Rumeln-Kaldenhausen am Töppersee das Logistikzentrum Hillwood II mit einer Gesamtnutzfläche von 17.258 Quadratmetern.

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Als eigenen Bereich weist der Immobilienreport Unternehmensimmobilien aus, Gebäude mit einem Mix aus Handwerk, Forschung und lokalem Handel, „aber immer in gewerblicher Nutzung“, so Beck. „Halle plus Bürotrakt - das ist das, was am allermeisten geht, wenn man Mittelständler hat“, sagt der DBI-Geschäftsführer, und nennt als Beispiel den Aurelis-Gewerbepark an der Baumstraße in Homberg. Mit 205.000 Quadratmetern Fläche im Bestand stelle Duisburg zehn Prozent der Unternehmensimmobilienfläche im Ruhrgebiet.

Im Businesspark Niederrhein in Asterlagen sei eine Fläche „zu lange reserviert gewesen“ - fürs „China Trade Center“ nämlich, dessen Pläne sich aber bekanntlich zerschlagen haben. „Seit die Fläche wieder in der Vermarktung ist, haben wir schon einige Interessensbekundungen registriert“, so Beck. Hier könne sich auch produzierendes Gewerbe ansiedeln: „Wir gehen davon aus, dass der Businesspark Asterlagen voll vermarktet sein wird.“

Der Immobilienreport 2022 erscheint erstmals nur digital, dafür mit der Möglichkeit zum interaktivem Datenvergleich – so lassen sich beispielsweise Statistiken aus den vergangenen Jahren miteinander abbilden. Für die Immobilienmesse MIPIM in Cannes gibt es aber auch ein gedrucktes „Best-of-Booklet“ im Jackett-Taschenformat. „So einen DIN-A-Vier-Klopper nimmt keiner mit, oder er wandert direkt in den nächsten Papierkorb“, so DBI-Pressesprecher Marc Oliver Hänig, „das Booklet passt locker in die Innentasche, dann trägt man Duisburg am Herzen.“