Eishockey: Pinguine entlassen Brandon Reid

Eishockey : Pinguine entlassen Brandon Reid

Die Krefeld Pinguine ziehen die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt und stellten Cheftrainer Brandon Reid frei.

Brandon Reid ist nicht mehr Trainer der Krefeld Pinguine. Dies erfuhr der Extra-Tipp exklusiv aus sicherer Quelle. Die Verantwortlichen zogen die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt.

Das 2:3 vom Mittwochabend gegen Angstgegner Bremerhaven war die sechste Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen. Zur Saison-Halbzeit belegen die Schwarz-Gelben mit gerade einmal 24 Punkten den zwölften Rang, haben jedoch bereits ein bzw zwei Partien mehr absolviert als die Konkurrenten aus Iserlohn und Schwennigen. Der erhoffte Einzug in die Pre-Play-offs ist in immer weitere Ferne gerückt.

Bereits Anfang November stand der Trainer vor dem unmittelbaren Aus. Doch nach Niederlagen aus elf Spielen „rettete“ sich Reid durch die überraschenden Erfolge gegen den Erzrivalen aus Düsseldorf sowie die Adler Mannheim. Es folgte die Deutschland Cup-Pause. Aus den neun Spielen nach der Unterbrechung holten die Pinguine gerade einmal zwei Siege gegen Augsburg und Schwenningen. Viel zu wenig.

Reid, für den Krefeld die erste Trainerstation in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war, wurde von den Fans zunehmend für sein verhaltenes Coaching hinter der Bande kritisiert. In den Pressekonferenzen wirkten die Aussagen des 38-Jährigen zudem meist wie Durchhalteparolen.

Ob Co-Trainer Pierre Beaulieu, der eine gültige A-Trainerlizenz besitzt, bei den Schwarz-Gelben bleiben wird, ist noch offen.

„Wir mussten jetzt reagieren und einen Impuls setzen. Wir hoffen, dass wir dadurch das Ruder noch umreißen können“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mittlerweile haben die Pinguine die Trennung von ihrem Trainer auch offiziell bestätigt: „Wir können mit dem bisherigen Saisonverlauf bei einer Bilanz von 7 Siegen und 19 Niederlagen nicht zufrieden sein. Insbesondere die Heimbilanz fällt mit 3 zu 10 enttäuschend aus. Deshalb habe ich Brandon Reid heute mitgeteilt, dass sich unsere Wege trennen werden. Ich möchte mich ausdrücklich für seinen Einsatz und die harte Arbeit bei den Pinguinen, in einer Zeit die sicherlich nicht einfach ist, bedanken und wünsche ihm sowohl beruflich als auch privat alles Gute“, so die Worte von Matthias Roos, Geschäftsführer und Sportdirektor der KEV Pinguine Eishockey GmbH.