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Das erste Geister-Heimspiel des KFC: Einer von 200

Das erste Geister-Heimspiel des KFC : Einer von 200

Die Abfahrt Düsseldorf-Messe ist an diesem Abend so etwas wie die Einfahrt zur Einsamkeit. Ich kurve komplett alleine über den weitläufigen Parkplatz, der in Sichtweite der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena liegt.

Kein weiterer Wagen weit und breit. Wer soll an diesem Abend außer mir auch Richtung Stadion fahren, denke ich mir. Noch schlimmer. Nirgendwo sind Fans unseres KFC zu sehen. Und dies, obwohl in weniger als einer Stunde das Heimspiel gegen den SV Meppen stattfindet.

Nach dem tollen 2:1-Erfolg vom Samstag beim SV Waldhof Mannheim wären heute sicherlich einige Anhänger mehr in die Landeshaupstadt gefahren. Doch in diesen Tagen ist nun einmal alles anders. Das erste Geister-Heimspiel steht auf dem Programm.

Foto: Zellen

Vom Parkplatz aus sind es knapp 200 Meter bis zur Arena. Doch bis auf ein paar Radler, die an diesem sonnigen Abend am Rhein entlang fahren, begegnet mir niemand. Es ist schon ein komisches Gefühl - so kurz vor einem Fußballspiel.

Am Stadion angekommen geht es zunächst einmal zur Hygieneschleuse. Diese muss jeder, der ins Innere will, passieren. Das Deutsche Rote Kreuz misst hier die Körpertemperatur. Auch wenn ich der Partie entgegenfiebere, so ist dies meinem Körper nicht anzumerken. Ich darf rein. Doch wohin eigentlich? „Immer geradeaus uns dann rechts“, sagt ein freundlicher Ordner. Okay, dann schauen wir mal. In der Tat weisen eigens für die Geisterspiele aufgehängte Schilder den Weg zur Pressetribüne, die sich kurz unter dem Stadiondach befindet.

Nun ist der Laptop hochgefahren, die Mund-Nasen-Maske - während des gesamten Spiels Pflicht - sitzt. Und „unser Team“ wärmt sich auf. Aber hey, es fehlt etwas: Die treuen Fans, die jetzt Stimmung machen würden.

Heute dürfen laut Auflagen des Deutschen Fußball Bund (DFB) nur wenige, ausgewählte Personen rein. Neben den elf Feld und den sieben Auswechselspielern, dem so genannten „Funktionsteam“ - bestehend aus Trainern, Betreuen und Ärzten -, und den Schiedsrichtern ist auch eine kleine Abordnung von Vereinsmitarbeitern zugelassen. Vier Ballkinder, vier Ordner, der Sanitätsdienst sowie zehn Journalisten, drei Fotografen und wenigen Mitarbeitern von TV-Sendern dürfen ebenfalls ins Stadion. Insgesamtsind wohl rund 200 Personen in der Arena, um die Partie zwischen dem KFC und Meppen - in welcher Form auch immer - zu begleiten.

Wie die Partie gegen den SV Meppen endet, erfahren Sie auf www.mein-krefeld.de