Bewegung und Ruhepausen: Die Mischung macht's: Schmerzen auf Schritt und Tritt

Bewegung und Ruhepausen: Die Mischung macht's : Schmerzen auf Schritt und Tritt

Wenn alltägliche Bewegungen wie Treppensteigen, Einkaufstüten tragen oder Haus- und Gartenarbeiten plötzlich Schmerzen verursachen, könnte eine Arthrose dahinter stecken.

(djd/pt). Oft neigen Patienten mit Gelenkbeschwerden dazu, eine Schonhaltung einzunehmen. Doch so widersprüchlich es auch klingt: Gerade im Falle eines Gelenkverschleißes ist gezielte Bewegung angesagt, denn dadurch werden wichtige Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit in die Knorpelschicht einmassiert. Im Falle einer Erkrankung eignen sich jedoch nicht alle Sportarten. Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen fördern auf gelenkschonende Weise die Kondition und stärken das Skelettsystem.

Gelenkaktive Nährstoffe

Neben Bewegung spielt die Versorgung mit gelenkaktiven Nährstoffen eine wichtige Rolle bei Arthrose. Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Naturreis, Magermilchprodukte und Kaltwasserfische sind diesbezüglich empfehlenswert.

Gelenkschonend im Alltag

Um die Gelenke auch bei alltäglichen Bewegungen zu schonen, spielt die richtige Körperhaltung eine entscheidende Rolle. Dr. Frank Weinert, Sport- und Allgemeinmediziner aus Gangkofen, erklärt: "Egal ob beim Bügeln, Wäsche aufhängen, Putzen oder Kochen: Die Grundregel ist eine aufrechte Körperhaltung ohne Rundrücken. Auch beim Bücken sollte man auf einen geraden Rücken achten und besser in die Knie gehen, denn eine gebeugte Haltung belastet die Wirbelsäule."

Lasten richtig handhaben

Einseitiges Heben sollte genauso vermieden werden wie ruckartige Bewegungen. Bei Arbeiten in Bodennähe wie etwa bei Gartenarbeiten ist es ratsam, eine weiche Unterlage zu benutzen, um die Knie zu schützen. Wenn es um das Tragen von schweren Lasten geht, so rät Dr. Frank Weinert, "stets nach dem Hebelgesetz vorzugehen, das heißt den Gegenstand so nah wie möglich am Körper zu tragen, oder die Last beidseitig zu verteilen". Ferner ist es in jedem Fall ratsam, sich nicht zu überanstrengen, sondern regelmäßige Ruhepausen einzulegen.

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