Gesundheitliche Risiken durch einen erhöhten Ruhepuls: Der Takt des Herzens

Gesundheitliche Risiken durch einen erhöhten Ruhepuls : Der Takt des Herzens

Die eigenen Blutdruckwerte sind vielen bekannt. Doch was ist eigentlich mit dem Ruhepuls? Kaum jemand achtet auf ihn. Dabei ist dieser Wert von großer Bedeutung. Ein erhöhter Ruhepuls kann, so eine Langzeitstudie aus Dänemark, das Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen.

(mpt-14/47242a).Wer bisher kaum auf seinen Ruhepuls geachtet hat, sollte deshalb beim nächsten Check-up den Arzt darum bitten, diesen zu messen und darüber Auskunft zu geben. Wer Sport treibt, kann mit einer Pulsuhr auch jederzeit selbst überprüfen, wie hoch der eigene Puls ist.

Ein hoher Ruhepuls als Risikofaktor

Vor allem für Patienten, die an einer sogenannten Koronaren Herzkrankheit (KHK) leiden, kann ein zu hoher Puls zur Gefahr werden. Anzeichen für einen hohen Ruhepuls können Durchblutungsstörungen, Brustenge und Atemnot sein. Leidet man neben einem zu hohen Puls auch an Arteriosklerose, kann es zu einer Unterversorgung des Herzens mit Sauerstoff kommen, was zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko beitragen kann. Die dauerhafte Senkung des Ruhepulses sollte also ganz besonders bei diesen Patientengruppen von Bedeutung sein. Ist der Puls dauerhaft zu hoch und reichen eine Umstellung der Ernährung und des Lebensstils nicht aus, kann es notwendig werden, Medikamente einzusetzen, um das Risiko zu reduzieren. "Neben sogenannten Betablockern und speziellen Calcium-Antagonisten gibt es seit 2007 auch einen Pulssenker, der ausschließlich auf den Puls einwirkt", sagt Dr. Nobert Smetak, Schirmherr der Initiative Pulsgesund (pulsgesund.de).

Mit Bewegung zum Ziel

Zudem sollten sich Betroffene darum bemühen, die Ernährung möglichst gesund und ausgewogen zu gestalten und ausreichend Bewegung in den Alltag zu integrieren. Zwei bis drei Mal in der Woche für 30 Minuten gezielt etwas für die Ausdauer zu tun, hilft bereits. Sportarten wie Schwimmen, Walken, Radfahren, Joggen oder auch lange Spaziergänge und Wandern zählen zu den entsprechenden Optionen. Gerade wer nach einer längeren Pause wieder mit dem Sport beginnt, sollte es dabei langsam angehen lassen und den Körper nicht überlasten.

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