KFC Uerdingen: Reisinger drückt den Reset-Knopf

KFC Uerdingen : Reisinger drückt den Reset-Knopf

Wie schon im Februar steht Stefan Reisinger als Interimstrainer auch nach dem Vogel-Rauswurf für den KFC Uerdingen beim SV Meppen (Sonntag, 14 Uhr) am Spielfeldrand. „Ich schaue mir genau an, wer hier für die Aufgabe brennt“, so der 38-Jährige.

Die Erinnerungen von Stefan Reisinger an Meppen und die dortige Hänsch-Arena dürften nicht die Besten sein. Im Februar, kurz nach der Demission von Stefan Krämer, musste der KFC im Emsland antreten. Nach einer 2:0-Führung sah alles nach einem Sieg aus, doch der SVM machte den verunsicherten Blau-Roten einen Strich durch die Rechnung und drehte die Partie noch zum viel umjubelten 3:2. Es war seine erste und einzige Partie als Interimstrainer in der vergangenen Saison.

Doch nun gibt es eine Neuauflage, nach der Entlassung von Heiko Vogel rückt erneut Reisinger auf die Trainerposition, wieder in Meppen. „Ich habe natürlich noch meine Erfahrungen aus der letzten Saison. Das kann heiß werden dort in einem engen Stadion mit guter Stimmung“, so der Chef auf Zeit.

Damals trug er mit zwei fragwürdigen Wechseln zur Niederlage bei, Sonntag soll es definitiv besser laufen. „Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen. Doch dafür müssen wir schneller in beide Richtungen umschalten. Nur das die Spieler nicht vor Selbstvertrauen strotzen ist auch klar“, stellt der 38 jährige fest. Dafür hat er unter der Woche viel mit den Spielern gesprochen und alles analysiert.

„Ich habe mir ganz genau angeschaut wer hier Gas gibt und 100 Prozent dabei ist“, sagt der Bayer, der allen Spielern eine faire Chance gibt. „Ich habe den Reset-Knopf gedrückt, aber will sehen, wer hier wirklich brennt. Ich will nicht alles umschmeißen, spielen werden die, die Top-Leistungen abrufen und meine Vorstellungen umsetzen. Nur Lukas Königshofer ist gesetzt, er hat überragende Leistungen gebracht“, stellt Reisinger klar, der bereits fünf Chef-Trainer (inklusive Heinemann) „überlebt“ hat.

Foto: Revierfoto

Für den erhofften Erfolg ließ er in dieser Woche vor allem Abschlüsse und Flanken trainieren. Reisinger: „Ich mache aus dem Spielsystem keinen Hokuspokus. Aber vom Naturell her bin ich offensiver eingestellt, habe vielleicht einen oder zwei andere Ansätze. Ich will, dass wir schnörkellos spielen, schneller nach vorne kommen, hohes Tempo gehen und die Abschlüsse suchen.“

Personell könnte sich auch deshalb im Kader einiges tun. Definitiv ausfallen werden Kevin Großkreutz, Hakim Guenouche und Oliver Steurer. Spieler wie wie Dominic Maroh oder Ali Ibrahimaj könnten wieder eine reelle Chance bekommen.

Dazu zählt auch Osayamen Osawe, der nach seiner Verletzung ein „Überraschungsgast“ auf der Bank werden könnte. „Das müssen wir mal sehen, da will ich auch nicht zu viel verraten. Aber ein Einsatz wäre sicher risikobehaftet“, so Reisinger.

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