Sechstes Spiel, wieder kein Sieg: KFC tritt weiter auf der Stelle

Sechstes Spiel, wieder kein Sieg : KFC tritt weiter auf der Stelle

Auch das "jecke" Outfit half nichts: dem KFC Uerdingen gelang wieder kein "Dreier", 0:0 hieß es am Ende gegen Preußen Münster. Es war das sechste Spiel in Folge ohne Sieg. Freitag müssen die Blau-Roten beim Halleschen FC antreten.

Dort wollen sie mit allen Mitteln die "Aschermittwoch-Stimmung" verhindern.

Direkt nach Spielende rief KFC-Trainer Norbert Meier seine Spieler noch auf dem Platz zusammen. Er wollte ihnen ein gutes Gefühl mit auf den Weg geben, bevor sie in der Kabine verschwinden.

In den 90 Minuten zuvor hatte er zwar ein ansprechendes Spiel seiner Elf gesehen (passend zur närrischen Zeit im Karnevals-Sondertrikot), die den Gegner zeitweise im eigen Strafraum festschnürte, aber den Druck nicht über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten konnte.

Doch am Ende mangelte es vor allem an der eigenen Durchschlagskraft: Maximilian Beister traf nur den Pfosten, ein Maroh-Kopfball landete in den Armen des gegnerischen Keepers und vor allem Connor Krempicki sorgte mit seinem Fehlschuss frei vor dem Tor für Kopfschütteln unter den rund 3700 Zuschauern, die zum Teil mit Trillerpfeifen und Support-Verweigerung ihren Unmut über Montagsspiele zum Ausdruck brachten.

Meier gibt der Jugend eine Chance

"Ich habe die Mannschaft für eine geschlossene Mannschaftsleistung gelobt, auch wenn wir uns am Ende nicht dafür belohnt haben", erklärte Meier nach dem Spiel. Der 60-Jährige gibt dem Team langsam sein Selbstvertrauen zurück - und setzt dabei auch auf seine jüngeren Spieler. Maurice Litka und Patrick Pflücke wurden eingewechselt und gaben dem KFC-Spiel noch einmal Schwung. Vor allem Letzterer hätte sich mittlerweile mal einen Einsatz auf der Position hinter den Spitzen verdient, wo Krempicki zwar läuferisch stark ist, aber ansonsten ziemlich blass bleibt.

Dennoch: zumindest machte das Team einen stabileren Eindruck als noch vor einigen Wochen, was zumindest Mut für die kommenden Aufgaben macht. Denn die haben es in sich. Am Freitag tritt das Team beim Halleschen FC an, der seinerseits noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden will. Zwischen dem 8. und 15. März sind die Blau-Roten gleich dreimal (Karlsruhe, in Zwickau, Fortuna Köln) im Einsatz.

Chancen auf den Aufstieg noch immer da

Apropos Aufstiegskampf: In den letzten sechs Spielen erzielte der Aufsteiger lediglich fünf Treffer, dreimal trafen die Blau-Roten gar nicht. Dennoch ist der Aufstiegszug noch nicht abgefahren. Denn auch die anderen Teams, ausgenommen Tabellenführer Osnabrück, strotzen nicht gerade vor Souveränität und Kontinuität.

"Das ist Drittliga-Fußball. Läuferisch und kämpferisch müssen wir alles an den Tag legen. Das wird in jedem Spiel so sein, aber wenn wir dazu auch in der Lage sind, bin ich weiterhin optimistisch", hielt Meier nach dem Spiel fest.

Sechs Punkte Abstand sind es auf den Tabellenzweiten Karlsruhe, nur drei auf den Dritten Wehen. Es kann in dieser verrückten Liga also noch einmal alles auf den Kopf gestellt werden. Doch dafür müsste der KFC endlich seine Negativserie beenden......

Die Daten zum Spiel

Uerdingen: Vollath — Großkreutz, Lukimya, Marho, Dorda — Krempicki, Konrad, Matuschyk — Beister (Litka, 86.), Osawe, Aigner (Pflücke, 70.)

Münster: Schulze Niehues — Menig, Kittner, Scherder, Heidemann — Kobylanski, Rodrigues Pires (Dadashov, 81.), Braun — Hoffmann (Müller, 75.), Rühle (Akono, 63.), Cueto

Tore: /

Gelbe Karten: Matuschyk, Osawe / Scherder, Braun, Dadashov

Zuschauer: 3.636

Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger

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