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Stadtverwaltung blickt zurück: Krefeld: Ein Jahr im Krisenmodus

Stadtverwaltung blickt zurück : Krefeld: Ein Jahr im Krisenmodus

Die Krefelder Verwaltungsspitze blickte am Freitag auf ein Jahr im „Corona-Krisenmodus“ zurück. Oberbürgermeister Frank Meyer ist grundsätzlich zufrieden. In der kommenden Woche werden vor dem Diagnose- und Impfzentrum „Schnelltest-Zelte“ aufgestellt.

„Die Stadt Krefeld ist jetzt seit einem Jahr im Krisenmodus“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer am Freitag im Zuge der insgesamt 88 Corona-Pressekonferenz. Am 11. März 2020 meldete die Stadt die ersten vier Coronafälle. Seinerzeit handelte es sich um Urlaubsrückkehrer aus Ischgl. „Es ging darum, Schutzmauern hochzuziehen, Infektionsketten zu zerschlagen, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern“, erinnert sich Oberbürgermeister Frank Meyer. Der Verwaltungschef räumte ein, dass nicht alles auf Anhieb funktionierte. Grundsätzlich sei er aber sehr zufrieden, wie Krefeld die Pandemie bekämpft hat und weiter bekämpft. „Täglich“, so Meyer, „spucken viele Menschen in die Hände“, um die Menschen vor Ort bestmöglich zu schützen und ihnen zu helfen. Er nannte stellvertretend das „fantastische Team“ des Deutschen Roten Kreuz, welches als Partner für das Diagnose- und Impfzentrum gewonnen werden konnte sowie das Ärzteteam um Dr. Wilhelm Stutzinger sowie die „Schulfamilie“. Am 17. März 2020 informierte die Verwaltung die Öffentlichkeit erstmals über die Corona-Entwicklung vor Ort. Die „offene, transparente Kommunikation“ habe immer eine wichtige Rolle gespielt, stellt Meyer fest. Vielleicht liege es auch daran, mutmaßt der OB, dass die Akzeptanz der Bürger so groß sei und auf dem Sprödentalplatz kaum Impftermine ausfallen.

Um der Lage Herr zu werden wurde relativ zeitnah das Gesundheitsamt personell aufgestockt. Auch der Kommunale Ordnungsdienst wurde verstärkt. Apropos: Seit Beginn der Pandemie wurden 1700 Bußgeldverfahren eingeleitet. 90 Prozent davon wegen eins Verstoßes gegen die Maskenpflicht.

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Stadtdirektor Markus Schön dankte und lobte die „Krefelder Schulfamilie“, die in diesem Jahr große Strapazen erleiden musste. Oftmals habe man verspätet eingetroffene Verordnungen über das Wochenende umgesetzt. Dank Corona habe man jedoch im Bereich der Digitalisierung „einen großen Schritt nach vorne“ gemacht. 7500 Laptops und mobile Endgeräte wurden von der Verwaltung für die Schulen bestellt.

Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen, die mitten in der Pandemie ihre Stelle in Krefeld antrat, kündigte an, dass Anfang der kommenden Woche „Testzelte“ vor dem Diagnose- und Impfzentrum aufgebaut werden. Dort sollen dann Schnelltests durchgeführt werden. „Testen und Impfen“, dies sei der Weg, um die Krise zu meistern, fasste OB Frank Meyer zusammen.

Am Rande: Ab Samstag wird ein Verstoß gegen die „Maskenpflicht“ im Innenstadtbereich wieder vom Kommunalen Ordnungsdienst mit Bußgeldern bestraft.