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Krefeld Pinguine: Petrakov und Karsums verlassen Krefeld

Krefeld Pinguine : Petrakov und Karsums verlassen Krefeld

Martins Karsums und Ivan Petrakov werden für die restlichen Spiele der laufenden DEL-Saison nicht mehr im Kader der Krefeld Pinguine stehen. Beide Spieler baten aus verschiedenen Grün-den, um die vorzeitige Freistellung vom Training- und Spielbetrieb.

Karsums hatte sich kurz vor dem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt am vergangenen Mittwoch ver-letzt und wurde seitdem nicht im Aufgebot Clark Donatellis berücksichtigt. Der 35-jährige Lette ist nachfolgend mit dem Wunsch an die Clubführung und den Trainerstab herangetreten, seine Verlet-zung in der Heimat behandeln zu lassen und auskurieren zu wollen und sich anschließend umgehend der lettischen Nationalmannschaft anzuschließen, um sich auf die im Mai im lettischen Riga stattfin-dende Eishockey-Weltmeisterschaft vorzubereiten.

Auch Petrakov suchte nach der 1:8-Niederlage gegen den EHC Red Bull München am Donnerstag das Gespräch mit Geschäftsführer Sergey Saveljev und erklärte, dass er aus verschiedenen privaten und persönlichen Gründen nicht mehr für die Krefeld Pinguine spielen möchte. Der 27-jährige Russe nannte unter anderem die anhaltende heftige Kritik an seiner Person, teils massiv unterhalb der Gür-tellinie und des Vertretbaren, in sozialen Netzwerken und Teilen der Presse.

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Sergey Saveljev: „Ivan nahm sich die Kritik an der Mannschaft und insbesondere seiner Person in die-ser Saison sehr zu Herzen. In der letzten Woche habe diese Kritik für ihn eine Grenze des Zumutba-ren überschritten, die ihn nun zu diesem, aus unserer Sicht nachvollziehbaren, Entschluss brachte. Hinzu kommen weitere nicht-öffentliche Gründe, bei denen wir Ivans Recht auf seine Privatsphäre respektieren. Wir danken Ivan für seinen offenen Umgang mit seinen Beweggründen für sein Frei-stellungsgesuch und seinen Einsatz im Trikot der Krefeld Pinguine.

Wir möchten uns ebenfalls bei Martins bedanken und wünschen ihm für die Weltmeisterschaft im eigenen Land sowie seinem Ziel, an den Olympischen Spielen in Peking im nächsten Jahr teilnehmen zu wollen, alles Gute.“

Von Clubseite möchten wir, wie bereits nach dem Vorfall um Laurin Braun in der vergangenen Wo-che, klarstellen, dass wir uns uneingeschränkt hinter unsere Spieler stellen und gegen die uns vorlie-genden Nachrichten rechtliche Schritte einleiten werden. Außerdem werden Spieler und Mitarbeiter dafür sensibilisiert, beleidigende oder die Gesundheit bedrohende Kommentare zukünftig zügiger zu melden.