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Neubau des Krefelder Jobenters als Signal für Wertschätzung

Neubau des Jobcenters : Signal für Wertschätzung

Der Neubau des Krefelder Jobcenters soll nicht nur ein architektonisches Highlight werden, sondern auch ein Signal setzen für Wertschätzung und Nachhaltigkeit.

„Wir bieten mehr Service aus einer Hand“, bringt Thomas Becker die Vorteile auf den Punkt. Der Geschäftsführer des Jobcenters hat den Mietvertrag des Neubaus unterzeichnet, der im kommenden Jahr errichtet und 2023 eröffnet werden soll.

„Zwischen dem Kunden und seinem Berater wird keine Barriere mehr sein“, verabschiedet Becker die Raumaufteilung des kassischen Büros, „statt dessen werden beide zusammen sitzen und gemeinsam in den Monitor schauen“. Das schaffe mehr Vertrauen.

Überdies zentriert der Neubau sämtliche Leistungen an einem Standort, während derzeit das Jobcenter noch auf das Gebäude am Fütingsweg und Räumen innerhalb der Arbeitsagentur an der Philadelphiastraße aufgeteilt ist. Ein Umstand, der immer wieder bei Kunden für Verwirrung sorgt.

„Wir holen das Jobcenter ins Herz der Stadt“, freut sich auch Stadtdirektor Markus Schön über den neuen Standort auf dem Willy-Brandt-Platz gleich hinter dem Hauptbahnhof. Dies sei ein Signal dafür, dass den betroffenen Menschen von seiten der Stadt Respekt gezollt werde. Zudem seien von dort aus die Wege kurz zur städtischen Beschäftigungsförderung in der Fabrik Heeder und der Integrationsstelle im Cinemaxx-Gebäube. Schön bekräftigt: „Das Jobcenter ist kein Verwaltungsgebäude, sondern ein sozialpolitischer Akteur“.

Rund 27.000 Menschen werden derzeit vom Jobcenter betreut. 360 Mitarbeiter zählt es. Sie würden von dem „ansprechenden Ambiente“ und der „angenehmen Atmosphäre“, die laut Thomas Becker der Neubau ausstrahlen werde, ebenso profitieren wie die Kunden.

Davon ist auch Stefan H. Mühling überzeugt, Geschäftsführer der developer Projektentwicklung GmbH, Bauherrin und künftige Eigentümerin des Neubaus: „Wir streben die Zertifizierung für nachhaltiges Bauen an“, verweist Mühling unter andem auf begrünte Fassaden und Parkplätze im Umfeld von Bäumen, Büschen und Sträuchern. Dadurch würden sogar die verschiedenen Tierarten in der Stadt einen Unterschlupf finden.

Nicht zuletzt erhofft sich die Stadt vom Neubau auch ein architektonisches Highlight auf dem heute noch leeren Willy-Brandt-Platz. Es soll sich stilistisch in die Umgebung einfügen und dem Platz mehr Leben einhauchen.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Arbeitsvermittlung einen Aufschwung nimmt.