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Krefeld: Neu: Anlaufstelle gegen Salafismus

Krefeld : Neu: Anlaufstelle gegen Salafismus

Landesinnenminister Herbert Reul besuchte Krefeld, um hier das Vorbeugungsprogramm gegen Salafismus vorzustellen.

. „Wegweiser“ heißt ein Präventionsprogramm gegen gewaltbereiten Salafismus, das durch das nordrhein-westfälische Innenministerium im Bereich Verfassungsschutz initiiert wurde.

Gemeinsam mit NRW-Innenminister Herbert Reul hat Krefelds Dezernent Markus Schön die neue „Wegweiser“-Beratungsstelle für Krefeld und den Kreis Kleve in Krefeld vorgestellt.

Minister Reul unterstrich die Bedeutung des Programms für die Gesellschaft: „Es gibt immer Menschen, insbesondere Jugendliche, die Probleme haben und dadurch anfällig für ‚Rattenfänger‘ sind. Die

Wegweiser-Akteure verhindern das mit ihrer Unterstützung schon jetzt sehr erfolgreich. Rund 21.500 Anfragen haben die Mitarbeitenden bisher registriert. Mit nun 25 Standorten gibt es die Beratungsstellen flächendeckend in NRW“.

Reul sprach für die Krefelder Beratungsstelle, die am Südwall 23-25 angesiedelt und mit drei Mitarbeitenden ausgestattet ist, von einer großen Herausforderung, weil sie für die Stadt und den Kreis Kleve gleichermaßen zuständig sei.

Krefelds Beigeordneter Markus Schön, der den Minister stellvertretend für Oberbürgermeister Frank Meyer in Krefeld begrüßte, unterstrich, dass dessen Anwesenheit bei der Auftaktveranstaltung die Bedeutung der Anlaufstelle in der Stadt hervorhebe.

Mit der Durchführung des Präventionsprogrammes wurde der Internationale Bund (IB) beauftragt. „Hierzu hat der IB, der im Kreis Wesel schon im August 2019 eine Beratungsstelle eröffnet hat, ein umfassendes Konzept entwickelt, mit erfahrenen Islamwissenschaftlern als professionellen Wegweiser-Beratern“, erklärt IB-Geschäftsführerin Carmen Knüpfer.

Der stellvertretende Leiter des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Uwe Reichel-Offermann, stellte fest, dass der Salafismus in NRW durchaus eine Bedrohung darstelle.

Ein Viertel der Anhänger seien dabei unter 25 Jahre alt. Breits vor mehr als drei Jahren hat Krefeld auf Initiative der Integrationsbeauftragten Dr. Tagrid Yousef erste Kontakte zu Wegweiser aufgenommen. Die Abteilung Integration wird nun maßgeblich mit dem Wegweiser-Projekt kooperieren.

In enger Zusammenarbeit mit lokalen Netzwerkpartnern vor Ort wie dem Kommunalen Integrationszentrum, Vereinen,Jugend- und Sozialämtern, Schulen, Polizei oder Jobcenter wird auf Problemeeingegangen und gemeinsame Lösungsperspektiven entwickelt. Insbesondere die Schulen, Jugendzentren und Sportvereine gelten hier als wichtiger Handlungsort der Primärprävention.

Die Beratungsstelle Wegweiser am Südwall 23-25 in Krefeld ist noch im Aufbau. Sieist per E-Mail an info@wegweiser.nrw.de zu erreichen oder unter der mobilenRufnummer 01 75 1 00 16 20.