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Innenstadt soll sauberer werden: Krefelds neue Mülldetektive

Innenstadt soll sauberer werden : Krefelds neue Mülldetektive

Viele Krefelder bemängeln die Sauberkeit in der Innenstadt. Ab Montag werden „Mülldetektive“ fünf Tage pro Woche als Ansprechpartner für die Bürger auf den Straßen unterwegs sein und versuchen, Missstände umgehend zu beheben.

Wilde Müllkippen, nicht ordnungsgemäß angemeldeter Sperrmüll, abgetretene oder völlig überfüllte Abfalleimer sowie von Graffiti beschmierte Wände. Nur einige Beispiele, die das Bild der Innenstadt verschandeln. Die Stadt Krefeld will dagegen vorgehen und schickt ab Montag so genannte „Mülldetektive“ auf die Straßen.

Heinz von Eickelen, Jörg Bethen und Bernhard Hessen sollen ein wachsamen Auge haben und zudem als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger präsent sein. Bald schon soll ein vierter Kollege das Quartett komplettieren. In Zwei-Personen-Teams werden die Mitarbeiter des Kommunalbetriebs Krefeld (KBK) von montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 17 Uhr unterwegs sein.

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„Die Stadt muss wehrhaft sein und gegen diejenigen, die sich im öffentlichen Raum wie Sau benehmen, etwas dagegen setzen“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. KBK-Vorstand Helmut Döpcke ergänzt: „Unsere Motivation ist es nicht, Bußgelder einzunehmen, sondern eine sauberere Stadt zu bekommen.“

Die Haupttätigkeit der „Mülldetektive“ besteht darin, Mängel festzustellen, diese zu erfassen, gegebenenfalls den oder die Verursacher zu ermitteln und anschließend wieder für Ordnung zu sorgen. Sie können situationsbedingt „mündliche Anordnungen“ aussprechen, dürfen vor Ort jedoch keine Bußgelder verhängen.

Die Stadt Krefeld kostet das Entfernen von Müll im öffentlichen Raum (wird von der GSAK abgewickelt) rund 300 000 Euro pro Jahr.

OB Frank Meyer sieht in den „Mülldetektiven“ einen „weiteren Mosaikstein des von der Stadt initiierten Konzepts Handeln und Helfen“.

Bereits seit April diesen Jahres können Bürger auf der Online-Plattform „Maak-et“ Beschwerden direkt einreichen. Ab morgen ist dann auch das Kundencenter des Kommunalbetriebs Krefeld am Ostwall 175 geöffnet. Zwei Mitarbeiter nehmen die Beschwerden entgegen.