Stammverein könnte Regionalliga-Team ins Rennen schicken: Doch noch Hoffnung für KFC?

Stammverein könnte Regionalliga-Team ins Rennen schicken : Doch noch Hoffnung für KFC?

Der Schock über das Aus des KFC Uerdingen sitzt tief. Die Lizenzauflagen für die Dritte Liga kann der Verein nicht erfüllen. Die neuen Investoren verkündeten ihren Rückzug. In welcher Spielklasse die Blau-Roten künftig antreten werden, ist völlig offen. Der Kampf um einen Neustart in die Regionalliga soll aufgenommen werden.

Schluss, aus und vorbei? Oder heißt es am Ende doch „Totgesagte leben länger“? Als am Mittwochnachmittag bekannt wurde, dass sich Roman Gevorkyan mit seiner „Noah Gruppe“ als Investor zurückzieht, begann der Abgesang auf den KFC Uerdingen. „Ohne Investor und damit ohne finanzielle Planungssicherheit für die kommende Saison gibt es für die KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH keine positive Fortführungsprognose mehr“, hieß es in einer Stellungnahme des Vereins. Bundesweit machte die Nachricht aus Krefeld Schlagzeilen. Das Ende des Krefelder Profifußballs schien besiegelt. Doch wie unsere Redaktion erfuhr, gibt es noch eine kleine Resthoffnung. Und diese liegt in den Händen des Stammvereins. Der KFC Uerdingen e. V. hat fristgerecht zum 31. März eine Zulassung für die kommende Regionalliga-Saison beantragt. Wie der Westdeutsche Fußballverband (WFV) unserer Redaktion gegenüber bestätigte, sei diese Zulassung inzwischen auch abgesegnet. Ein Neustart in der Vierten Liga sei  tehoretisch möglich. Fakt ist aber auch: Es dürfte ein Kraftakt werden für das Netzwerk aus Helfern, welches sich nun bereits formiert hat und dem auch Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer angehört. „Wir werden nichts unversucht lassen“, sagte Meyer im Gespräch mit dem Extra-Tipp und merkte an: „Nun gleich die Stadionsanierung in Frage zu stellen, halte ich für unfair.“

Deutliche Worte fand der Verwaltungschef übrigens für den überraschenden Rückzug von Roman Gevorkyan: „Wir hatten für kommenden Montag einen Termin, wollten über die Zukunft reden. Den Termin hat er abgesagt. Die ganze Art ist unmöglich - auch den vielen Mitarbeitern gegenüber. Es ist nun dramatisch schwierig.“

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Selbst Insolvenzverwalter Dr. Claus-Peter Kruth zeigte sich angesichts der jüngsten Entwicklungen erstaunt:  „Wir können uns trotz der gemachten Zusagen über den plötzlichen Abgang des Investors nur sehr wundern, nachdem dieser zuvor vereinbarungsgemäß Zahlungen geleistet hat.“ Fakt ist: Die KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH wird jetzt voraussichtlich im Regelinsolvenzverfahren abgewickelt. 

Wie soll es nun weitergehen? Der KFC Uerdingen e.V. soll ebenfalls große finanzielle Schwierigkeiten haben. Wie hoch die Schulden sind, ist nicht bekannt. Möglicherweise könnte der Stammverein durch ein Insolvenzverfahren gerettet werden. Ob dann aber auch noch die Rahmenfinanzierung für eine Teilnahme an der Regionalliga aufzutreiben ist? Schließlich muss auch die Frage geklärt werden, welche Mannschaft überhaupt gemeldet werden soll. Ob diese von Beginn an in der Grotenburg spielen könnte, ist ebenfalls unklar.

Die Herausforderungen sind riesig. Doch der KFC will diesen Kampf aufnehmen und sich nicht geschlagen geben, ehe der Abpfiff ertönt...