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Nachwuchs muss gefunden und gefördert werden

Sport : Nachwuchs muss gefunden und gefördert werden

Fußball lebt von Talenten und die findet man nicht einfach auf der Straße. Der Nachwuchs muss von Anfang an gefördert werden. Dazu gibt es zahlreiche Programme und Initiativen von Verbänden und Vereinen. Sie reichen von speziellen Förderprogrammen über Eliteschulen bis hin zu Feriencamps und lokales Sponsoring.

Herausforderung Jugendarbeit

Mit dem Talentförderprogramm des Deutschen Fußballbundes (DFB) ist es in regionalen Stützpunkten möglich, junge Talente zu sichten und zu fördern. Gerade regional wird viel für die kleinen Kicker getan. Sie werden regelmäßig von lokalen Sponsoren unterstützt. So bekommen sie zum Beispiel oft zu Beginn der Spielsaison einen neuen Trikotsatz oder eigene Fussbälle für das Training. Die Jugend braucht spezielle Bälle, die kleiner und leichter sind als die Spielbälle der Erwachsenen. Überhaupt stellt die Jugendarbeit eine Herausforderung für die Vereine und Trainer dar. Kinder müssen spielerisch an den Fußballsport herangeführt werden. Fair Play und Teamgeist gehen vor Angriffs- und Verteidigungstaktik. Auch der Umgang mit Niederlagen und Wut muss geübt werden. Bei den UNICEF-Kickern zum Beispiel kommt sogar das soziale Engagement nicht zu kurz.

Auf Talentsuche

Alle Bemühungen des DFB zielen darauf ab, junge Talente zu finden und zu fördern, die eines Tages in der Nationalmannschaft um die begehrten Europa- und Weltmeistertitel kämpfen. Woran erkennt man aber ein echtes Talent? Dafür haben die Vereine ihre Scouts, die bei Fußballferiencamps oder Fußballveranstaltungen vor Ort und in den Vereinen nach den Spielern von Morgen Ausschau halten. Sie achten bei den Kindern unter zehn Jahren unter anderem auf die motorischen Fähigkeiten. Sporttalente sind in ihrer Entwicklung in der Regel weiter als gleichaltrige Kinder. Sie können eher rückwärtsgehen, Bälle fangen und werfen, klettern und springen. Talentierte junge Fußballer bringen einfach die besseren Grundvoraussetzungen mit. Sie sind aber nicht nur schneller und wendiger als ihre Altersgenossen, sie verfügen auch über einen gewissen mentalen Vorsprung. Ausreichende Disziplin und Respekt sind unerlässlich, damit aus dem Talent eines Tages ein Fußball-Star wird. Druck und Leistungsdenken darf es indes in der Jugendarbeit nicht geben. Dann verliert auch das größte Talent schnell den Spaß am Spiel.

Nicht aus jedem Talent wird ein Star

Eine Garantie gibt es ohnehin nicht, selbst wenn alle Grundvoraussetzungen gegeben sind. Kinder müssen bei der Stange gehalten werden. Zu groß sind die Verlockungen anderer Sportarten oder Freizeitmöglichkeiten. Hier spielt die Förderung eine entscheidende Rolle. Der DFB setzt dabei auf die gute Zusammenarbeit aller Vereine und Verbände, um junge Talente in den unterschiedlichen Entwicklungsstufen zu unterstützen. Neben den 366 regionalen Stützpunkten bietet das deutsche Talentförderprogramm jungen Spielern bundesweit in 56 Leistungszentren und 38 Eliteschulen ein professionelles Umfeld, um sie auf eine Karriere vorzubereiten.

Nachwuchs aus den eigenen Reihen

Nachwuchsförderung gibt es selbstverständlich auch bei den großen Fußballvereinen. Spieler aus den eigenen Reihen zu fördern und irgendwann gewinnbringend zu verkaufen, gehört zum Geschäftsmodell der Profivereine. Allerdings schneiden deutsche Vereine im internationalen Vergleich nicht sonderlich gut ab. Die Bayern rangieren hier nur auf Platz 20 mit insgesamt 18 Spielern, die es aus der FCB-Jugend in die Profimannschaft geschafft haben, darunter Sebastian Schweinsteiger und Toni Kross. Platz 1 in dieser Liste belegt Real Madrid mit 41 Top-Spielern aus den eigenen Reihen, darunter Welttorhüter Iker Casillas.