1. Die Stadt

Krefelder CDU will „OB Meyer entzaubern“

Krefelder CDU will „OB Meyer entzaubern“

Die CDU sieht die ersten hundert Tage von SPD-Oberbürgermeister Frank Meyer kritisch: Der OB profitiere von Weichenstellungen seines CDU-Vorgängers. Mit eigenen Akzenten tue er sich schwer.

Politischer Aschermittwoch der Krefelder CDU im Haus Kleinlosen in Verberg:

Für die Christdemokraten soll es nach der verlorenen Oberbürgermeister-Wahl nun wieder aufwärts gehen, betonte Parteichef Marc Blondin. Als Gäste begrüßte er auch den ehemaligen Oberbürgermeister Gregor Kathstede und OB-Kandidat Peter Vermeulen.

  • Oberbürgermeister Frank Meyer blickte am Freitag
    Stadtverwaltung blickt zurück : Krefeld: Ein Jahr im Krisenmodus
  • Dieses Bild entstand vor dem Beginn
    Krefelds Innenstadt schneidet in Studie erneut schlecht ab : OB Meyer: „Innenstadt muss Priorität haben“
  • OB Frank Meyer schrieb an NRW-Ministerpräsident Laschet : Krefeld will Modellkommune für vorsichtiges Öffnen werden

Blondin unterstrich, dass die CDU den neuen Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) beim Wort nehmen werde: „denn versprochen hat er vieles, was er doch so viel besser machen will“. Der Aufschwung, den Krefeld momentan erlebte, habe seinen Ursprung in der Amtszeit von Gregor Kathstede.

Blondin über das Verhältnis der Union zum OB: „Wir werden ihn Schritt für Schritt entzaubern und ihm seine Wahlkampfsprüche von Zeit zu Zeit unter die Nase reiben“. Die Niederlage in der OB-Wahl führte Blondin in erster Linie auf den großen Bekanntheitsvorsprung von SPD-Kandidat Frank Meyer vor Peter Vermeulen zurück.

Die Festrede hielt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Er referierte über die Bedeutung der IHK Mittlerer Niederrhein und die Wichtigkeit von Gewerbeansiedlungen in NRW und speziell in Krefeld.

Nur 2,2 Prozent der Fläche von NRW seien durch Gewerbebetriebe belegt - da sei die Angst vor „Flächenverbrauch“ völlig fehl am Platz. Von Bund und Land forderte er, mehr für den Erhalt der Infrastruktur zu tun: etwa mehr Mittel für Brücken, Straßen und den Ausbau des Rheins bereitzustellen.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)