Initiative der Stadt: „Krefeld für Kinder“ will weiter wachsen

Initiative der Stadt : „Krefeld für Kinder“ will weiter wachsen

Jedes vierte Kind in Krefeld wächst in sozial schwierigen Verhältnissen auf. Die städtische Initiative „Krefeld für Kinder“ will mit verschiedenen Aktion gegensteuern.

Vor gut einem Jahr gründete sich auf Wunsch von Oberbürgermeister Frank Meyer die städtische Initiative „Krefeld für Kinder“. In diesem ersten, „stillen Jahr“, wie es Koordinator Gregor Micus nennt, profitierten bereits 1200 Kinder von Angeboten wie einem Boxcamp in den Osterferien, der Teilnahme an der vom Stadt Spiegel organisierten Fußball-Mini-WM oder Ferienerlebnistagen im Zoo, bei der Feuerwehr oder im Umweltzentrum. „Wir wollen Türen öffnen, die sich sonst nicht öffnen“, erläutert der ehemalige Jugenddezernent Micus, der nach seiner Pensionierung „Krefeld für Kinder“ mit großer Begeisterung leitet.

Wie nötig diese Initiative, die bürgerschaftliches Engagement und die Hilfe der örtlichen Wirtschaft bündeln möchte, zeigt folgende Zahl: 9081 Kinder im Alter von null bis 18 Jahren lebten im vergangenen Jahr in Krefelder Haushalten, die so genannte „Transferleistungen“ - also Hartz IV - beziehen. Ist es im Bund jedes sechste und im Land NRW jedes fünfte Kind, welches unter Armut leidet, so sticht Krefeld in dieser traurigen Statistik noch einmal hervor: Jedes vierte in Krefeld lebende Kind wächst in sozial schwierigen Verhältnissen auf.

„Als Stadt können wir unser Standard-Repertoire dagegensetzen. Aber vielleicht geht ja auch mehr“, begründet Oberbürgermeister Frank Meyer seine Überlegungen, die in der Gründung von „Krefeld für Kinder“ mündeten.

Die drei Säulen „Sensibilisierung“, „Kompetenz“ und „Engagement“ bilden die Grundlage der städtischen Initiative. Kinder sollen als „Zukunft Krefelds“ in den Mittelpunkt gerückt werden. Bürger, Stiftungen und Unternehmen sollen für dieses Anliegen sensibilisiert werden.

Die Teilnahme am Landesprogramm „Kommunale Präventionsketten“ ist ein weiteres Mosaikstück, welches unter dem Leitsatz „Gelingendes Aufwachsen in gemeinsamer Verantwortung in Krefeld am Rhein“ steht.Bereits zu Projektbeginn hat sich gezeigt, dass es zwar sehr viele Angebote für Kinder und Jugendliche gibt, diese jedoch oftmals nicht ausreichend aufeinander abgestimmt und miteinander vernetzt sind. „Es ist ein langer Weg“, sagt Silke Tophoven, Koordinatorin Kommunale Präventionsketten, und ergänzt: „Doch er lohnt sich.“

Für 2019 sind zahlreiche Aktionen und Projekte geplant. Kooperationsprojekte mit den Krefelder Schulen, ein Benefizfußballspiel des KFC Uerdingen, eine Lernwerkstatt Technik sowie Reiterhof-Ferien ergänzen das bisherige Programm.„Krefeld für Kinder“ will weiter bekannt werden.

Seit Anfang dieser Woche ist die Internetpräsenz www.krefeld-fuer-kinder.de freigeschaltet. Hier erfahren die Besucher alles Wissenswerte rund um die Initiative, deren Partner und Sponsoren. Apropos: Im ersten Jahr kamen bereits beträchtliche Spenden aus der Bürgerschaft sowie der Wirtschaft zusammen. Spendenkonto: DE84320500000000405548.