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Niederrheinisches Freilichtmuseum: Erntedankfest und Bauernmarkt gut besucht: Knollenkorb von der Königin

Niederrheinisches Freilichtmuseum: Erntedankfest und Bauernmarkt gut besucht : Knollenkorb von der Königin

Volles Haus im Niederrheinischen Freilichtmuseum: Bereits vor Mittag herrschte am Sonntag beim mittlerweile dritten Erntedankfest mit großem Bauernmarkt reger Andrang. In den ersten drei Stunden waren es bereits knapp 2000 Gäste.

Viele Besucher aus Nah und Fern spazierten bei schönem Herbstwetter über das weiträumige Museumsgelände und genossen das umfangreiche Angebot. Viele örtliche Anbieter aus der Bauernschaft präsentierten die natürlichen Erträge ihrer Ernte: vom Apfel über das Korn und die Rübe bis hin zur Zwiebel war alles zu sehen.

Hinzu kam ein breit gestreutes Begleitprogramm mit Musik und Vorführungen unterschiedlicher Natur. Das Volkskundemuseum hatte seine Angebote wie Spielzeugmuseum oder Erste-Weltkrieg-Ausstellung geöffnet, ebenso wie Backes und Imkerei. Und natürlich das kulinarisch ausgewogene Angebot für Speis und Trank - die Küche konnte am Sonntag getrost kalt bleiben. Zum Auftakt wünschten Regionaldekan Johannes Quadflieg und Superintendent Burkhard Kamphausen der Ernte und dem Erntedankfest im Zuge eines ökumenischen Freiluft-Gottesdienstes "Gottes Segen". Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen und Kreis Viersen hatten sich wieder eine Menge einfallen lassen.

Hoher und überaus charmanter Besuch kam diesmal aus majestätischen Gefilden: Die Rheinische Kartoffelkönigin Kerstin Geiser ließ es sich nicht nehmen. beim Empfang der Kreisbauernschaft in der Dorenburg Landrat Peter Ottmann einen Korb mit frisch geernteten Kartoffeln zu überreichen. "Ist das die Sorte Kerstin?", fragte der Landrat und zeigte sich erfreut über den Korb voll mit kräftigen Knollen.

Kreisbauern-Vorsitzender Paul Christian Küskens verwies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit der Kartoffelernte für den Niederrhein im allgemeinen und den Kreis Viersen im besonderen. Küskens fand aber auch kritische Töne mit Blick auf die Ernte 2014: "Das Erntejahr war mehr als schwierig. Schuld war vor allem der große Regen im August." Landrat Ottmann bedankte sich bei der Kreisbauernschaft für das Engagement: "Die Landwirtschaft spielt in unserer Region eine große Rolle. Der Bauernschaft fühlen wir uns als Kreis verbunden."

Mit der dritten Auflage handelt es sich beim Erntedankfest mit Bauernmarkt im niederrheinischen Sinne nunmehr um eine Tradition, so dass sich Veranstalter und Besucher jetzt schon auf dem Fest im Herbst 2015 freuen.

www.niederrheinisches-freilichtmuseum.de