: Hier entsteht die „Spielplatzperle“

: Hier entsteht die „Spielplatzperle“

Der Stadtwaldspielplatz ist in die Jahre gekommen. Deswegen soll dort 2020 für 920000 Euro eine „Spielplatzperle“ entstehen, die mehr ist als ein Zeitvertreib für Kinder ist. Denn auch Bereiche für Jugendliche und Erwachsene werden geschaffen, damit der Stadtwald weiterhin ein überregional attraktiver Leuchtturm bleibt

Der Krefelder Stadtwald ist mit seinen Grünflächen, dem Wald, dem Weiher und vor allem dem Stadtwaldhaus ein Naherholungsgebiet mit überregionaler Bedeutung. Vor allem für Familien war und ist dabei der Spielplatz die erste Anlaufstelle. Doch in der Vergangenheit bröckelte der Lack gewaltig, die Spielgeräte sind in die Jahre gekommen. „Diese Spielplatzperle können wir nicht in dem Zustand lassen“, dachte sich deswegen nicht nur Dezernent Thomas Visser, sondern auch Verwaltung und Politik. Anfang 2020 soll mit dem Umbau für 920000 Euro, davon trägt das Land NRW einen Anteil von 450000 Euro, begonnen werden.

Könnte also in Sichtweite des schönsten Biergarten Deutschlands auch der schönste Spielplatz der Republik entstehen? Wenn es nach Dezernent Markus Schön geht, gerne. „Zumindest der schönste der Stadt. Denn dieser Spielplatz ist zudem ein zentraler Ort mit überregionaler Bedeutung.“

Um dort etwas Besonderes entstehen zu lassen, hat die Stadtverwaltung deswegen auch die Meinung von Kindern und jugendlichen in die Planungen mit einbezogen.

Im Mittelpunkt steht das Klettergerüst. Das so genannte Mikado-Dorf besteht aus 100 Holzstäben, in die der Rutschenturm integriert ist. Eine Schaukel-Meile, eine Wackelbrücke, eine Findlingsstrecke, verschiedene Elemente zum Balancieren und zwei Trampoline runden den Kinderbereich ab. Speziell für Kleinkinder wird mit einem Quellstein ein Wasser-Matsch-Bereich angelegt. Ein Teil des gesamten Areals wird unter den benachbarten Bäumen angelegt. So entsteht keine durchgestylte Anlage, sondern Kreativität ist hier gefordert.

Jugendliche bekommen

eigene Bereiche

Dass die Kosten von ursprünglich veranschlagten 500000 Euro nun fast verdoppelt werden, liege laut Dezernent Schön daran, dass auch die Jugendlichen mit einbezogen werden. „Wir reden viel zu wenig über Treffpunkte, wo sich Jugendliche unbeschwert aufhalten können.“ Das soll im Stadtwald besser werden, dort entstehen, in Sichtweite vom Spielplatz entfernt, zwei Bereiche nur für die jungen Erwachsenen. „Hier können die Jugendlichen vor allem Sport treiben und chillen, so wie sie es gewünscht haben“, verdeutlicht Jutta Pogcs vom Fachbereich Jugendhilfe. Dafür sorgen Holzpfähle die für Slackline und andere Sportarten genutzt werden können, ein Balltrichter und Ruhebereiche. Verschiedene Sportgeräte beispielsweise für Volleyball oder Badminton werden in einem Container gelagert. „Den werden dann die Spielplatzpaten beaufsichtigen.“

Damit das Areal nicht zweckentfremdet wird auch der Kommunale Ordnungsdienst regelmäßig seine Runden drehen. „Das muss so sein, wir sind nicht naiv. Aber vor denen, die sich daneben benehmen, dürfen wir nicht kapitulieren“, meint Visser.

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