„Eberhard“ hält Feuerwehr und Polizei in Atem

Sturmschäden durch das Tief „Eberhard“ : Stadt Kempen warnt davor, den Wald zu betreten

Sturmtief „Eberhard“ sorgte gestern kreisweit für zahlreiche Einsätze bei Feuerwehr und Polizei

Der Baubetriebshof Kempen arbeitet derzeit an der Beseitigung aller Sturmschäden. „Bis auf die Maler- und Schreinerkolonne des Baubetriebshofes sind alle Mitarbeiter ausgerückt“, teilt der Stadtpressesprecher Christoph Dellmans mit.

Schwerpunkt war heute morgen die Beseitigung der umgefallenen Bäume auf der Von-Saarwerden-Straße in Kempen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Stellen, an denen Bäume und Äste liegen. Diese werden zunächst nur aus dem öffentlichen Raum geräumt. Die Räumung der Flächen wird noch zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen. Danach wird es an die Beseitigung gehen. Hier kommen die Häcksler im Einsatz, die die Äste und Bäume zu Rindenmulch zerkleinern.

Eine Kolonne fährt seit heute Morgen das Stadtgebiet ab und schaut nach noch nicht gemeldeten Schäden. Dabei wurde beispielsweise ein Wanderweg im Bereich des Industriering Ost gesperrt, da sich dort zahlreiche Äste in den Baumkronen verhakt hatten und drohen, herabzustürzen.

Bäume wurden unter anderem an folgenden Stellen entwurzelt: Krefelder Weg, Von-Saarwerden-Straße, Hülser Straße, Straelener Straße (Erlebnis und Wasserwelt aqua-sol), Peschweg, Stresemannstraße, Von-Galen-Straße, Berliner Allee, Heumischhof, De-Veuster-Straße, Vinnbrück, Bergstraße, Nikolausweg, Scheifeshütte und Schadbruch.

Die Stadt Kempen weist erneut darauf hin, dass nach dem Sturm am vergangenen Sonntag nicht alle Sturmschäden beseitigt werden konnten. Die Bevölkerung wird davor gewarnt, vor allem Waldflächen in den nächsten Tagen zu betreten.

Entlang der Wege können an zahlreichen Bäumen noch abgerissene Äste hängen, die jederzeit herabfallen können. Die Stadt Kempen bittet um Verständnis, dass die Aufräumarbeiten noch andauern werden.

Das angekündigte Sturmtief "Eberhard" hielt am Sonntagnachmittag Feuerwehr und Polizei im gesamten Kreis Viersen in Atem. Zahllose Gefahrenstellen wie umgestürzte Bäume und Bauzäune sowie herabfallende Dachziegel wurden den Rettungsdiensten gemeldet.

Während die Summe der Sachschäden noch nicht beziffert werden kann , wurde bei der Polizei nur eine leicht verletzte Person nach einem Verkehrsunfall bekannt. Wegen eines umstürzenden Baumes musste ein Verkehrsteilnehmer bremsen, eine junge Frau fuhr an der Wachtendonker Straße / B 509 in Grefrath gegen 15 Uhr auf das stehende Fahrzeug auf. Sie konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

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