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Krefeld.: Uerdinger Werftgelände soll Ausflugsziel werden

Krefeld. : Uerdinger Werftgelände soll Ausflugsziel werden

Die Stadt Krefeld präsentierte heute ihre Pläne für das untere Werftgelände in Uerdingen: Dort soll in den kommenden Jahren ein „besonderer Ort“ für Freizeit, Sport, Spiel, Kunst, Kultur und Gastronomie entstehen.

Als wohl einzige Stadt Deutschlands ließ Krefeld seine Fluss-Lage bislang nahezu sträflich ungenutzt. Dies soll sich in Zukunft ändern. Am Samstag präsentierten Oberbürgermeister Frank Meyer sowie Vertreter von Stadtmarketing, Stadt- und Verkehrsplanung sowie des Uerdinger Kaufmannsbunds die Pläne für eine Weiterentwicklung des Rheinufers. Auf dem Areal des unteren Werftgeländes soll in den Sommermonaten ein Standort für Freizeit, Sport, Spiel, Kunst, Kultur und Gastronomie entwickelt werden.

„Events wie das Steigerfest, die Rhine Side Gallery oder der Vintage-Markt zeigen das enorme Potenzial des Areals. Deshalb möchten wir hier in den nächsten Jahren einen besonderen Krefelder Ort entstehen lassen. Das Rheinufer soll in den Sommermonaten endlich zum festen Fixpunkt des städtischen Lebens werden“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer gestern bei der Vorstellung.

Das Rheinufer soll neben der „Rhine Side“ (die an diesem Wochenende endet) und den neu geschaffenen Boule-Bahnen ab 2021 auch durch einen großzügig angelegten Sandbereich mit Liegestühlen sowie zusätzliche gastronomische Angebote aufgewertet werden. Die Planungen sehen zudem ein Beach-Volleyballfeld, temporäre Spielplatz-Elemente und Wasserspiele, Beete für Blumen, Kräuter und Gemüse, künstlerische und musikalische Veranstaltungen sowie Feierabend-Märkte und Ausstellungen vor. Ziel ist es, das Werftgelände vom Geheimtipp für Fluss-Liebhaber zu einem weithin bekannten Ausflugsziel zu entwickeln.

Die Umsetzung sieht zwei Schritte vor. Zunächst wollen Stadtmarketing und Uerdinger Kaufmannsbund gemeinsam mit den örtlichen Vereinen und interessierten Bürgerinnen und Bürgernihre die Aktivitäten am Rhein ab Sommer 2021 intensivieren. Außerdem soll das Areal baulich neu gestaltet werden.

Die alten Gleisanlagen, der Flickenteppich unterschiedlicher Bodenbeläge und das oftmals wuchernde Unkraut sollen verschwinden und in einen attraktiven öffentlichen Bereich umgewandelt werden. Dazu wurde bereits eine vertragliche Vereinbarung mit dem Eigentümer, der Hafen GmbH, geschlossen. Im Jahr 2021 soll ein EU-weiter Gestaltungswettbewerb für die Fläche an den Start gehen - unter Beteiligung der Bürgerschaft, der Wirtschaft und des Handels. Am Ende soll das Areal zum Mittelpunkt eines Fahrradwegs werden, der von der Uerdinger Rheinbrücke bis zur Hohenbudberger Straße reicht und an die Promenade angeschlossen werden soll. 2022 geht das Vorhaben in die konkrete Ausführungsplanung.