Bilanz: Sparkasse wächst trotz Nullzinsen

Bilanz : Sparkasse wächst trotz Nullzinsen

Die Sparkasse Krefeld legt ihre Bilanz für das Jahr 2018 vor. Trotz Nullzinsen konnte sie das Betriebsergebnis vom Vorjahr halten.

Was den privaten Sparer in diesen Jahren verärgert, belastet auch die Banken: die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank. „Die Zinssituation bringt weiterhin große Belastungen mit sich“, erklärt Dr. Birgit Roos, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld. Denn die verschiedenen Geldanlagen bringen kaum noch Erträge und obendrein muss die Sparkasse wie die anderen Banken für ihre Depots bei der Bundesbank noch draufzahlen statt etwas zu bekommen. Zugleich schreitet die Digitalisierung fort. Die Sparkasse unterbreitet ihren Kunden immer weitere Möglichkeiten, Smartphone und Apps für ihre Geldgeschäfte zu nutzen. Auch dies will alles erst mal eingerichtet werden. „Vor diesem Hintergrund hat die Sparkasse Krefeld zufriedenstellende Geschäftsergebnisse erreicht“, blickt Dr. Roos erleichtert in die Bilanz des Jahres 2018. Das Betriebsergebnis liegt mit 63 Millionen Euro auf dem gleichen Stand wie 2017. Und auch der Jahresüberschuss von 7,4 Millionen Euro hat sich stabil gehalten. Zu verdanken sind die positiven Zahlen einem Wachstum bei den Einlagen der Kunden sowie einem Wachstum bei der Kreditvergabe. „Wir haben Kundenkredite in Höhe von 5,2 Milliarden Euro im Bestand“, erläutert Vorstandsmitglied Markus Kirschbaum, „das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr.“ Allein bei Unternehmen und Selbstständigen ergaben sich neue Kredite von 416 Millionen Euro. Und dies, obgleich die Unternehmen derzeit wegen des billigen Geldes mit Liquidität selber gut versorgt sind. Somit gehen die Kredite auch zu einem großen Teil in die Finanzierung von Immobilien. Bei den Privatkrediten ergab sich eine Zunahme von 4,1 Prozent. Darunter fallen besonders Wohnungsbaufinanzierungen. Kirschbaum: „Bei den Kunden der Sparkasse war 2018 der Wunsch nach den eigenen vier Wänden stark ausgeprägt.“ Aber auch Kredite für Konsumwünsche und Autokäufe übertrafen mit 71,4 Millionen Euro das Vorjahresergebnis von 58,6 Millionen. „Die Kunden haben trotz des Nullzinses weiterhin Vertrauen zu uns“, freut sich Lothar Birnbrich. So deutet der stellvertretende Vorstandsvorsitzende den Umstand, dass die Einlagen der Kunden noch um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Insgesamt 6,87 Milliarden Euro an Kundengeldern betreut die Sparkasse nun. Birnbrich schreibt das Wachstum dem „ganzheitlichen Beratungsansatz“ zu, den die Sparkasse bei der Betreuung der Kunden verfolge. Vorständler Siegfried Thomaßen weist zudem noch auf das umfassende Digitalangebot der Sparkasse hin. Dieses werde von immer mehr Kunden gern genutzt. So sind bereits über 124.000 Kunden im Online-Banking unterwegs. Die Sparkasse greift den Trend durch immer neue Digitalangebote auf: „Elektronisches Postfach, elektronischer Safe für Ausweise, Grundbuchauszüge und Verträge, mobiles Bezahlen, Echtzeit-Überweisungen, Finanzcockpit-App für gewerbliche Kunden“, zählt Thomaßen einige der Services auf. Abschließend betont Dr. Roos die gesellschaftliche Bedeutung der Sparkasse: „Mit Stiftungszuwendungen, Spenden- und Sponsoringmitteln sowie Steuerzahlungen tragen wir rund 32 Millionen Euro zum Wohl der Gemeinschaft bei.“

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