1. Die Stadt

Rekordjahr für den Zoo

Rekordjahr für den Zoo

Erstmals in der Geschichte des Krefelder Zoos kamen mehr als eine halbe Million Besucher. Die neuen Attraktionen machen sich bezahlt. Der städtische Zuschuss muss laut Direktor Dreßen steigen. In diesem Jahr wird die Außenanlage der Spitzmaulnashörner modernisiert.

Hinter dem Krefelder Zoo liegt ein absolutes Rekordjahr. 525 823 Besucher pilgerten 2014 in den Tierpark und sorgten so für eine historische Marke. „Vor ein paar Jahren hätten wir es uns niemals zu träumen gewagt, die Schallmauer von einer halben Million zu durchbrechen“, berichtete Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen gestern nicht ohne Stolz. Ausschlaggebend dafür seien eine „Kombination aus gutem Wetter und neuen Attraktionen“. „Wir ernten jetzt die Früchte für unsere Arbeit in den vergangenen Jahren“, sagt Dreßen. Seit der Gründung der GmbH im Jahr 2005 investierte der Zoo rund 9,3 Millionen Euro - unter anderem in den Bau neuer Tieranlagen, wie dem Gorilla Garten, dem Schmetterlings-Dschungel oder dem 2014 eröffneten Pinguin-Pool. „Die Bürger der Stadt wurden zu Stammbesuchern, die unseren Weg in die Zukunft begleiten.“ Dies zeigt auch ein Blick auf die immer weiter steigende Zahl an verkaufter Jahreskarten. Lag diese vor zehn Jahren noch bei weit unter 1000, sind es heute mehr als 12 000 Zoobesucher, die sich ein Dauerticket zulegen. „Und der positive Trend hält an“, freut sich Zoosprecherin Petra Schwinn. Bereits in den ersten Wochen dieses Jahres seien 700 Anträge eingegangen. Kein Wunder, kostet die Jahreskarte gerade einmal 30 Euro für einen Erwachsenen. Eine vierköpfige Familie zahlt für das Zoovergnügen pro Jahr 89 Euro.

Die Einnahmen durch den Ticketverkauf sind eine ganz wichtige Säule für den Zoo. „Fakt ist aber auch, dass wir, sollte sich der städtische Zuschuss nicht erhöhen, in Zukunft an der Eintrittspreis-Spirale drehen müssen“, sagt Dr. Wolfgang Dreßen. Die Stadt, die gemeinsam mit den Zoofreunden Eigentümer des Zoos ist, steuert jährlich 1,8 Millionen Euro zum Etat bei. Dreßen verweist auf stetig steigende Kosten - auch im Personalbereich, der pro Jahr auf 2,2 bis 2,3 Millionen Euro beziffert wird. 65 Personen sind im Zoo beschäftigt.

„Nur durch das Zusammenspiel aus Spenden, Zuschüssen und Sponsoring können wir den Zoo ständig weiterentwickeln“, fasst Petra Schwinn zusammen.

In diesem Jahr soll das Außengelände der Spitzmaulnashörner für 460 000 Euro (200 000 Euro investieren die Zoofreunde) modernisiert werden. Auch die Afrikawiese soll bald neu gestaltet werden.

(StadtSpiegel)