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Verzicht auf Kita-Gebühren: Ratsmehrheit in Krefeld ist dafür - Eltern profitieren

Verzicht auf Kita-Gebühren : Ratsmehrheit in Krefeld ist dafür - Eltern profitieren

Gute Nachrichten für viele Eltern in Krefeld: Wie die Stadt Krefeld soeben mitteilte, wurde der bereits angekündigte Verzicht auf die Kita-Gebühren (inklusive Offener Ganztag) in der Zeit der anhaltenden „Coronakrise“ heute per Dringlichkeitsbeschluss von einer Mehrheit des Rates abgesegnet.

Rückwirkend zum 16. März, dem Tag, an dem in Nordhein-Westfalen alle Kindertagesstätten geschlossen wurde, werden keinerlei Gebühren fällig. Für die Stadt Krefeld bedeutet dies monatlich ein Verlust von Gebühren in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Bereits am Montag sagte Oberbürgermeister Frank Meyer: „Ich halte es für sehr unanständig, für eine Leistung Geld zu verlangen, wenn diese nicht erbracht wird. Die Eltern sind ohnehin schon genug von den Gesamtsituation getroffen.“

Profitieren sollen laut OB Meyer auch die Eltern, die ihre Kinder während der regulären Schließung in die Notbetreuung schicken. Die Gründe: Zum einen sei der Verwaltungsaufwand zu hoch, zum anderen handele es sich um Personen, die in dieser Krisenzeit viel für die Gesellschaft leisten.

„Viele Familien werden in den kommenden Wochen und Monaten durch Lohnausfall, Kurzarbeit, Geschäftsschließungen und ähnliches finanzielle Einbußen erleiden. Wir können deshalb die Familien nicht noch zusätzlich durch die Zahlung von Beiträgen für die Betreuung in Kitas und offenen Ganztagsschulen belasten, ohne dass die Familien dafür eine Leistung bekommen“, begründete der Krefelder SPD-Fraktionsvorsitzender Benedikt Winzen.