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Firmkandidaten aus Maria Frieden trafen Aachener Weihbischof: Bischof saß auf dem heißen Stuhl

Firmkandidaten aus Maria Frieden trafen Aachener Weihbischof : Bischof saß auf dem heißen Stuhl

Über 50 Jugendliche, die sich zur Zeit auf ihre Firmung vorbereiten, trafen Weihbischof Johannes Bündgens. Dabei hatten sie allerhand Fragen im Gepäck.

Die Firmbewerber hatten in den Wochen zuvor die Ärmel hochgekrempelt und in diversen Sozial-Projekten wie Kleiderkammer, Johannesküche und Lebensmittelausgabe mitgearbeitet und Menschen getroffen, mit denen sie zuvor keinen Kontakt hatten.

Mit diesen Eindrücken trafen sie den Bischof Dr. Johannes Bündgens und stellten ihre Projekte vor — aber hatte auch ihre Fragen: "Sollte Kirche sich nicht noch stärker um die Armen kümmern und das Kirchengold verkaufen, um diesen Menschen zu helfen — die Kirche spricht doch von Armut?!

Auf die Frage, wie es denn gelaufen sei, berichtete eine Teilnehmerin:

"Der Bischof ist ein Fachmann in Sachen Caritasarbeit, er konnte konkret die vielen Aufgaben aufzählen die Kirche und Gemeinde gegen die Armut unternimmt.

Aber was ich noch viel besser fand, dass er uns auf eine andere Spur brachte, dass nämlich mit Armut vielleicht gar nicht nur die finanzielle Not gemeint ist.

Es gibt Armut an Glauben, an Liebe, an Gemeinschaft, an Vertrauen… — darunter leiden die Menschen hier in Deutschland viel mehr als am Hunger.

Er ermutigte uns, die Menschen durch materielle

Hilfe zu unterstützen, aber auch mit unserem Glauben ernst zu machen. Jesus sei das Passwort, mit dem man sich ein- und ausloggen und vernetzen könne:

Dieses Passwort sei aber kein Freiticket, betont er. Dass man es bekomme, sei die größte Herausforderung und Hoffnung — und das hat mir gefallen".

Das Treffen mit dem Bischof war nur ein Baustein eines bunten und spannenden Wochenendes in der Aachener Jugendbildungsstätte Rolleferberg. Mit verschiedenen kreativen und erlebnis-pädagogischen Elementen sollte in jugendgerechter Weise Glauben vermittelt werden.

Kaplan Marc Kubella, der die Jugendlichen auf dieser Fahrt begleitete, zeigte auf, dass es im wesentlichen darum geht, "dass Jugendliche ihren Glauben und die Gemeinschaft mit den anderen (er-) leben können. Jugendliche sollen die Erfahrung machen, dass der Glaube sie für ihr Leben und ihren Alltag stärkt. Die Frage nach der eigenen Sehnsucht ist dabei der rote Faden, der durch das Wochenende führt.

Eine wichtige Erfahrung dabei ist, ergänzt die Katechetin Walburga Nauen, die mit einem Team junger Erwachsener die Firmanten schult, "dass die Jugendlichen ihrer eigenen Stärken bewusst werden und erfahren, wie sie diese in ihrem Leben einsetzen können".

"Ich bin immer wieder begeistert über diese Jugendlichen", so Kubella, "über die Spontanität, die Offenheit und deren Lust am Leben. Eine solche Fahrt ist ein ganz wichtiger Teil der Firmvorbereitung und ist nur möglich durch die finanzielle Unterstützung der St. Sebastianus-Bruderschaft aus Fischeln."

Das Fest der Firmung mit Weihbischof Dr. Johannes Bündgens findet am 29. Mai 2015 in Maria Frieden statt.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)