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Stadtrat: Stadthaus-Sanierung: Die Millionen-Entscheidung

Stadtrat : Stadthaus-Sanierung: Die Millionen-Entscheidung

Der Stadtrat hat am Donnerstagabend millionenschwere Entscheidungen getroffen. So soll das denkmalgeschützte Stadthaus in privat-öffentlicher Partnerschaft saniert werden. Der Haushalt für 2017 ist gebilligt.


Krefeld bekommt ab circa 2019 eine neue Großbaustelle am Adenauer-Platz: Der Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, das Stadthaus mit Hilfe eines sogenannten Inhabermodell zu sanieren.

Dabei übernimmt ein Privatunternehmen die Sanierung. Die Stadt zahlt 30 Jahre lang Miete und Zinsen: Jeweils zwei Millionen Euro pro Jahr. Hier sollen moderne Arbeitsplätze für bis zu 650 Verwaltungsmitarbeiter entstehen. Innerhalb von drei Jahrzehnten fallen bei diesem Modell Gesamtkosten von 128 Millionen Euro an. Nach 30 Jahren wird die Stadt wieder Eigentümer des Gebäudes.

"Das ist die unter Denkmalschutzaspekten beste und ökonomisch sinnvollste Lösung", sagt SPD-Fraktionschef Benedikt Winzen. CDU-Planungsexperte Jürgen Wettingfeld sieht es ebenso: "Diese Art der Sanierung ist die unter Kostenaspekten vernünftigste Lösung und die mit dem geringsten Risiko". Er spricht von einem "sehr guten Signal auch über Krefeld hinaus".

Auch FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann hält das öffentlich-private Modell für das Wirtschaftlichste.

Die Grünen sind zwar auch für eine Sanierung, sehen die 30-jährige Vertragslaufzeit allerdings kritisch. "Geht es mit gutem Willen nicht auch schneller?", fragt ihr Ratsherr Daniel John. Er schlug vor, bei der Bezirksregierung die Erlaubnis für einen Sonderkredit zu beantragen, um die Sanierung selbst zu stemmen. Eine Mehrheit der anderen Parteien lehnte den Vorschlag als unrealistisch ab.