Offener Brief zur Zukunft des Stadtwaldhaus: OB Meyer fordert: „Krefelder Erbe für die Zukunft bewahren“

Offener Brief zur Zukunft des Stadtwaldhaus : OB Meyer fordert: „Krefelder Erbe für die Zukunft bewahren“

In einem Offenen Brief spricht sich Oberbürgermeister Frank Meyer für eine Sanierung des Stadtwaldhaus während des laufenden Betriebs aus. Ob dies möglich ist, soll geprüft werden. Einen Verkauf des beliebten Ausfluglokals schließt er allerdings kategorisch aus.

Die ungewisse Zukunft des Krefelder Stadtwaldhaus ruft nun auch Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) auf den Plan. Am Freitag verschickte der Verwaltungschef einen Offenen Brief. „In der Presse und in den Sozialen Netzwerken haben sich viele Bürgerinnen und Bürger zu Wort gemeldet und ihre Sorgen zum Ausdruck gebracht“, schrieb Meyer und versicherte: „Diese Sorgen nehme ich als Oberbürgermeister sehr ernst.“ Er wünsche sich, „dass unser Stadtwaldhaus während der Sanierung geöffnet bleibt - und dafür werde ich mich auch einsetzen. Die Lage des Hauses und der gemütliche Biergarten bieten für Krefeld besonders in den Sommermonaten ein Alleinstellungsmerkmal, das auch in der Bauphase erhalten bleiben sollte“.

Ob dies aber überhaupt möglich ist, soll ein Generalplaner feststellen. Er soll das „gesamte Objekt sehr genau untersuchen und uns dann auf alle Fragen der Sanierung eine Antwort geben können“, so Meyer. Die entscheidende Frage dürfte sein, ob eine Sanierung im laufenden Betrieb Mehrkosten verursachen würde.

Letztlich müsse dann der Krefelder Stadtrat entscheiden, „in welcher Form die Sanierung vorgenommen wird“.

Fakt ist, so schreibt OB Meyer in seinem Brief, dass sich das Stadtwaldhaus in einem „sehr schlechten baulichen Zustand“ befindet. „Der Grund ist ein Sanierungsstau, der im Lauf von Jahrzehnten entstanden ist. Ohne bauliche Maßnahmen droht über kurz oder lang eine Betriebsschließung“.

In den vergangenen Wochen formierte sich vor allem in den Sozialen Netzwerken erheblicher Widerstand gegen die geplante Schließung des Traditionslokals während der Sanierung, die im November 2020 starten und gut anderthalb Jahre dauern soll. Verschiedene Petitionen (u.a. von den Mitarbeitern) fordern, dass der Betrieb aufrechterhalten bleibt. Auch die Bockumer CDU-Ratsherren Michael Zecha, Manfred Läckes und Dr. Gero Hattstein machten sich dafür stark. Die von ihnen geäußerten Gerüchte, das Stadtwaldhaus könne womöglich auch verkauft werden, widerlegte OB Meyer nun: „Mit mir als Oberbürgermeister wird es keinen Verkauf geben.“ Es gehe darum, dass „Krefelder Erbe für die Zukunft zu bewahren.“