: OB: „Es geht spürbar bergauf“

: OB: „Es geht spürbar bergauf“

Die Stadt Krefeld hat sich auf die Fahne geschrieben, 2020 das Haushaltssicherungskonzept zu verlassen. Die Zeichen dafür stehen gut, wie Oberbürgermeister Frank Meyer und Kämmerer Ulrich Cyprian nun im Zuge des Haushaltsplanentwurfs berichteten.

„Die Talsohle ist nicht nur durchschritten, es geht spürbar bergauf“, sagte OB Frank Meyer bei der Präsentation des Haushaltsentwurfs für 2020. Kämmerer Ulrich Cyprian rechnet im kommenden Jahr mit einem Überschuss von 6,8 Millionen Euro. Einnahmen von 884,7 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 877,9 Millionen Euro gegenüber. Das „sparsame Wirtschaften“ der vergangenen Jahre zahle sich nun aus. „Eine Stadt, die 25 Jahre lang mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt, ist nicht gesund. Seit 2017 sind diese Zeiten vorbei“, freut sich Meyer. Diese positive Entwicklung wird auch durch den Bescheid der Bezirksregierung bekräftigt, die den Haushalt für 2019 Anfang dieser Woche ohne Auflagen genehmigte.

Die Zahlen

- Die Pro-Kopf-Verschuldung (gerechnet pro Einwohner) liegt bei „nur“ noch 2069 Euro (Vorjahr 2426 Euro; Landesdurchschnitt 2500 Euro).

- 184 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen vom Land werden 2020 erwartet.

- Die Gewerbesteuer wird mit 140 Mio. Euro beziffert. „Wir haben für 2018 bei der Gewerbesteuer ein prognostiziertes Ergebnis von 169 Millionen Euro, 40 Millionen mehr als erwartet“, sagt der Kämmerer erfreut und ergänzt: „Trotzdem wollen wir den moderaten Kurs bei der weiteren Planung beibehalten.“

- Auf der Ausgabenseite werden die Transferleistungen (SGB 2 sowie Mittel für Hilfen zur Erziehung und Ambulanten Pflege) im Jahr 2020 mit 327,2 Millionen zu Buche schlagen. Für Personalkosten werden 252,4 Mio. Euro eingerechnet, für die Landschaftsumlage 68,6 Mio. Euro.

Investitionen

Die Stadt Krefeld plant Investitionen in Höhe von rund 450 Millionen Euro. 70 Mio. sollen alleine in den Straßen- und Radwegebau sowie die Sanierung und Modernisierung von Schulen, Sportstätten und Kitas fließen. 5,5 Mio. Euro sind für die Sanierung des Stadtwaldhauses vorgesehen. Die Instandhaltung der Rathäuser wird vier Mio. Euro kosten. Der Ausbau der Einwohnermeldehalle im Rathaus wird 1,7 Mio. kosten.

OB Meyer freut sich über die Entwicklung, sagt aber auch: „Wir sind immer noch in einer angespannten finanziellen Situation und setzen deshalb Schwerpunkte bei den geplanten Investitionen.“

Mehr von Mein Krefeld