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Fan-Treffen ohne Misstöne: KFC-Verantwortliche beschwören den Aufbruch

Fan-Treffen ohne Misstöne : KFC-Verantwortliche beschwören den Aufbruch

Fragen nach Lakis und möglichen Verbindlichkeiten sollen auf der nächsten Mitgliederversammlung besprochen werden / Sebastian Hirsch fällt in den kommenden Wochen aus


Statt "schmutzige Wäsche zu waschen" lieber den Blick in die möglichst positive Zukunft richten: dies war das Credo des heutigen Fan-Treffens im Fischelner Burghof, an dem rund 200 Anhänger des KFC Uerdingen teilnahmen. Im Mittelpunkt stand natürlich der neue Präsident des Klubs, Mikhail Ponomarev. Auch er vermied den Blick zurück, genau wie Verwaltungsratsvorsitzender Andreas Galland, der die Fans zuvor begrüßt hatte. "Wir sind froh, dass wir in die Zukunft schauen können. Wir alle arbeiten hart an unserem Ziel, den Verein jeden Tag besser zu machen", ist sich Ponomarev sicher.

Er wird seinen neuen Vorstand in dieser, spätestens in der kommenden Woche bekanntgeben. Auch zu den Finanzen und möglichen Verbindlichkeiten schwieg man sich heute aus. "All das werden wir euch ganz genau auf der nächsten Mitgliederversammlung im Oktober aufschlüsseln", erklärte Galland an die Fans gerichtet. Er sei froh, dass man jetzt Planungssicherheit habe und Erfolg haben könne, doch auch das solle im Oktober besprochen werden. Den Namen "Lakis" erwähnte er dabei nicht.

Stattdessen legte man den Fokus des Fan-Treffens auf das Sportliche und die neue Saison.

Ponomarev sei sich sicher, dass man mit Andre Pawlak den richtigen Trainer verpflichtet hat. "Er ist in den letzten vier Jahren zweimal aufgestiegen. Er wird es jetzt ein drittes Mal tun. Dafür haben wir die richtigen Spieler geholt. Denn wir wollten nur Leute, die hinter dem Klub und der Idee stehen und professionell sind", so Ponomarev. Auch die Infrastruktur wie Ticketing, Catering, Fanshop und die Jugend stehen bei ihm im Fokus. "Das ist die Basis und die Zukunft des Klubs. Unsere Jugend soll bestmöglich spielen, am liebsten Bundesliga." Doch wie genau er das bewerkstelligen will, ließ er heute offen.


Der neue Trainer Andre Pawlak ließ es sich auch nicht nehmen, ein paar Worte an die Fans zu richten. "Hier ist ja mehr los als bei den Heimspielen von Velbert", so der ehemalige Trainer eben jener Bergischen. Auch er beschwor die Tugend der harten Arbeit. "Das wurde mir so beigebracht. Nur so geht es", sagte der Coach unter Beifall und fügte an, "schließlich wissen wir, wo wir herkommen, und müssen demütig sein." Dennoch sei klar, dass er ein Team zur Verfügung habe, dass die Liga gewinnen könne. "Doch dafür brauchen wir Ruhe und keine Grabenkämpfe", sagt Pawlak. Auch Kapitän Timo Achenbach, der genauso wie Philipp Goris, Vincent Wagner, Patrick Ellguth und einige andere Spieler dem Treffen angehörte ist sich sicher, dass in der Zukunft einiges möglich ist. "Wir hauen alles raus und werden die Liga rocken."

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Einziger Wermutstropfen war die Bekanntgabe, dass Sebastian Hirsch aufgrund einer Leistenverletzung für mehrere Wochen ausfällt. Für ihn soll wohl noch Ersatz geholt werden.

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