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Krefelder auf 8000-Kilometer-Tour: Im Bus nach Tadschikistan

Krefelder auf 8000-Kilometer-Tour : Im Bus nach Tadschikistan

Die Krefelder Marc Oliver Buchholz (24) und Christian Peitz (29) haben einen VW-Bus auf einer abenteuerlichen Tour nach Tadschikistan überführt. Sie durchquerten Flussbetten, begegneten riesigen Viehherden, geldgierigen Straßenpolizisten - und großer Hilfsbereitschaft.

Was für eine Reise: Um für das Hilfsprojekt "Viva con Agua" zu werben, sind zwei junge Krefelder in gut 30 Tagen mit einem umgebauten VW-Bus bis nach Duschanbe in Tadschikistan gefahren.

Jetzt sind Marc Oliver Buchholz und Christian Peitz wieder wohlbehalten per Flugzeug in der Heimat angekommen. Das Auto, das eigentlich in Deutschland versteigert werden sollte, blieb als Geschenk für die Welthungerhilfe im Bergdorf Veshab zurück. Das war ungeplant, aber nützlich.

Zunächst durchquerten die beiden die Türkei. Weiter ging es nach Georgien, wo sie nahe Batumi in einem uralten Botanischen Garten campierten und freundliche Aufnahme fanden.

Völlig anders war die Begrüßung in Aserbaidschan (vielen noch bekannt als Austragungsort des European Song Contest 2012). 30 Minuten, nach dem der VW-Bus mit dem Krefelder Kennzeichen die Grenze überquert hatte, wurden die Niederrheiner von der Polizei gestoppt.

"Wir mussten 540 Dollar Strafe zahlen. Uns wurde vorgeworfen, eine durchgezogene Linie überfahren zu haben", erzählt Christian Peitz. Weiter ging es vorbei an Wüste, Ölpumpen und wilden Pferden, auf dem Weg zu einem Campingplatz. Die Straße dorthin entpuppte sich im letzten Abschnitt als ein von Bächen durchzogenes Flussbett aus Kies.

Es kam wie es kommen musste: Der Bus blieb stecken: "Nachdem uns ein alter Mann auf einem Esel nicht helfen konnte, zog uns ein sehr freundlicher Dorfbewohner mit seinem SUV aus dem Kiesbett des Flusses", sagt Peitz dankbar. Von B-aku aus nahmen die beiden die Autofähre über das Kaspische Meer nach Kasachstan. 3600 Kilometer lagen noch vor ihnen, bis sie in Duschanbe bei . Jens Steuernagel (Projektleiter Welthungerhilfe Tadschikistan) anklopfen konnten.

(StadtSpiegel)