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Krefelds Bundestagsabgeordnete machten gemeinsame Sache: 450 000 Euro für Uerdinger Klärwerk

Krefelds Bundestagsabgeordnete machten gemeinsame Sache : 450 000 Euro für Uerdinger Klärwerk

Mit großer Freude geben die Bundestagsabgeordneten der Stadt Krefeld, Otto Fricke, Ansgar Heveling, Kerstin Radomski und Ulle Schauws, die Zuteilung von Fördermitteln für das Uerdinger Klärwerk in Höhe von 450.000 Euro aus dem Sonderförderprogramm für Denkmalschutz des Bundes bekannt.

Gemeinsam haben sie den Förderantrag der Becker-Korbmacher-Preis-Stöneberg-GbR unterstützt und können nun die Zusage aus Berlin überbringen. Gemeinsam erklären die Abgeordneten: „Sehr gern haben wir uns gemeinsam dafür eingesetzt, dass das Klärwerk die Fördergelder in Höhe von 450.000 Euro für die Sanierung und den Umbau erhalten wird. Wir sind sehr froh, dass es durch das gemeinsame Engagement gelungen ist, die Unterstützung der Denkmalförderung zur langfristi-gen Erhaltung der ehemaligen Reinigungsanlage nach Krefeld u holen.“

Die ehemalige Reinigungsanlage, das Klärwerk in Krefeld-Uerdingen mit Klärhalle, Schieberhaus (beides 1908-1909) und Betriebsleiterwohnhaus (1920-1922) ist ein herausragendes Zeugnis der Krefelder Stadthygiene und eines der wichtigsten Denkmäler der Geschichte der Kläranlagen weit über Krefeld hinaus. Das Amt für Denkmalpflege im Rheinland bezeichnet die ehemalige Reinigungsanlage als „National wertvolles Kulturdenkmal“.

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Das Klärwerk mit Haupt-, Maschinenhalle und Bremsberghaus wurde kurz nach Bau des 1903 bis 1905 erbauten Hafens in den Jahren 1908-1909 durch den Architekten Georg Bruggaier errichtet. Es belegt architektonisch und bedeutend als Industriedenkmal den konstruktiven Eisenbetonbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zugleich auch den Jugendstil.

Es ist durch seine eigenständige Form noch heute eine Landmarke und ein Erkennungszeichen für die lange Industriegeschichte der Stadt Krefeld, in der auch andere Industriebauten wie die ebenfalls Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Lagerhäuser auf dem Hafenkopf, die Hafendrehbrücke, oder auch der einzige Fabrikbau Mies van der Rohes in Europa, die Verseidag-Bauten an der Girmesgath in Krefeld, mit hohem gestalterischen Anspruch errichtet wurden.

Nach einer Instandsetzung in den Jahren 1989/90 stand das Klärwerk 20 Jahre leer, bis es im Sommer 2018 durch die Becker-Korbmacher-Preis-Stöneberg-GbR erworben wurde.