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Corona: OB lobt und dankt Reinigungskräften / Polizei berichtet von weniger Einsätzen: Unschöner Ausklang des ruhigen Wochenendes

Corona: OB lobt und dankt Reinigungskräften / Polizei berichtet von weniger Einsätzen : Unschöner Ausklang des ruhigen Wochenendes

Das frühsommerliche Wetter am Wochenende sorgte dafür, dass sich nur 31 Personen im Krefelder Corona-Diagnosezentrum testen ließen. Die Ordnungsbehörden loben das diziplinierte Verhalten der Bürger. Am späten Sonntag gab es dennoch einen unschönen Vorfall.

Temperaturen von über 20 Grad und strahlender Sonnenschein sorgten am Wochenende dafür, dass Krefelds Parks und Grünanlagen wieder stark frequentiert waren. Und dennoch wurden lediglich fünf Bußgelder wegen eines Verstoßes gegen das Kontaktverbot ausgesprochen. Dies berichtete Krefelds Ordnungsdezernent Ulrich Cyprian am Montag im Zuge der täglich stattfindenden Pressekonferenz im Rathaus. „Dass wir hier jeden Tag sitzen können, haben wir übrigens auch den vielen Reinigungskräften - in Pflegeeinrichtungen, im medizinischen Bereich oder aber hier im Rathaus - zu verdanken“, lobte Oberbürgermeister Frank Meyer ausdrücklich. „Der Raum wird jeden Tag desinfiziert.“

Positiv sei, so der Verwaltungschef, auch das Verhalten der Krefelder. „Sie haben den Ernst der Lage erkannt.“ Eine Diskussion über eine Lockerung des Shutdowns hält der OB „zum jetzigen Zeitpunkt für falsch“. Erst nach Ostern werde zu erkennen sein, ob die aktuellen Maßnahmen greifen. Bis dahin heiße es, sich weiter „konsequent an die Kontaktverordung“ zu halten.

Ordungsdezernent schilderte dann noch eine unschöne Szene, die sich Sonntagabend gegen 22 Uhr in der Nähe des Lutherplatzes, an den es die Drogen- und Alkoholikerszene derzeit zieht, ereignete. Der Kommunale Ordungsdienst (KOD) traf dort auf vier Personen, die sich uneinsichtig zeigten. Im Bereich der Christian-Roos-Straße attackierte einer der Männer einen KOD-Mitarbeiter, der schließlich Reizgas einsetze. Es kam zu einer Rangelei, bei der sich ein KOD-Mitarbeiter Schürfwunden am Ellbogen zuzog. Drei der vier Personen flüchteten, die Polizei fahndet nach ihnen.

Der kommissarische Polizeichef Dietmar Maus appelliert an die Bürger, die Disziplin, die sie in der Öffentlichkeit an den Tag legen, „auch in den privaten Raum“ zu übertragen. Zudem berichtet er, dass die Einsatzzahlen in den Tagen von Corona teilweise stark rückläufig seien. So beispielsweise im Fall von Verkehrsunfällen, wo die Polizei einen Rückgang von 30 bis 50 Prozent der Einsatzfahrten regisitriert. Bei anderen Straftatsdelikten (wie etwa Taschendiebstahl oder Taten zu Ungunsten von älteren Menschen) seien die Zahlen ebenfalls zurückgegangen.

Erstaunlich ist übrigens die Zahl der Abstriche, die am vergangenen Samstag im Diagnosezentrum an der Schwertstraße genommen wurden. Lediglich 31 Personen ließen sich dort auf Corona testen. Ob dies ausschließlich auf die Wetterlage zurückzuführen ist, wird sich wohl erst noch zeigen.