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Hausbau leicht gemacht: Wann Sie auf den Keller verzichten können

Immobilien : Hausbau leicht gemacht: Wann Sie auf den Keller verzichten können

Endlich wird der Traum vom eigenen Haus in Angriff genommen. Wenn Sie sich dazu entschieden haben, ein Eigenheim zu bauen, gilt es zahlreiche Fragen zu klären. Nicht nur der Grundriss, die Bauform oder auch die Lage des Hauses sind entscheidend. Ebenso gilt es zu bedenken, ob ein Keller vonnöten ist, ob Sie auf diesen verzichten wollen und welche Auswirkungen mit dieser Entscheidung einhergehen. In manchen Fällen kann auf den Keller verzichtet werden. Somit sparen Sie bares Geld. In anderen Fällen ist es hingegen notwendig, die weiße Wanne in den Bauplan zu integrieren. Wann dies der Fall ist, wann Sie verzichten können und wie viel Geld sich damit sparen lässt, erfahren Sie im Folgenden.

Vor der Entscheidung: Prüfung durchführen lassen

In manchen Fällen dürfen Sie nicht auf den Keller verzichten. Liegt das Baugebiet in einer Zone, die von Hochwasser betroffen sein könnte, also bei einem hohen Grundwasserspiegel besteht, muss der Keller gebaut werden. In diesem Fall dient er als sogenannte "weiße Wanne". Hierbei handelt es sich um eine wasserdichte Schutzbarriere für das Haus. Sie soll bei Überschwemmungen das Haus vor einem Volllaufen schützen.

Ist eine weiße Wanne nicht notwendig, können Sie auf den Keller verzichten. Dies spart zum einen sehr hohe Kosten. Denn pro Quadratmeter Keller müssen Sie mit circa 300 Euro rechnen. Zudem bietet ein Keller Stauraum, der im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Faktor des alltäglichen Lebens werden kann. Planen Sie daher vorausschauend und denken Sie auch an das Alter. Auf einen Keller verzichten viele Menschen aufgrund des Alters. Denn wer nur noch schwer zu Fuß ist oder nicht mehr Laufen kann, kommt nur noch schwer in den Keller.

Der Bodenrichtwert ist zu beachten

Ein Faktor, der Ihnen das Ermitteln eines Hauspreises vereinfacht, ist der sogenannte Bodenrichtwert. Er ermittelt den Durchschnittswert für Grundstücke in einer bestimmten Umgebung. Um den aktuellen Wert für Ihre Umgebung zu erhalten, können Sie Online-Kalkulatoren nutzen oder die zuständige Behörde ansprechen.

Um den Bodenrichtwert Krefeld zu ermitteln, müssen zahlreiche Grundstücksmerkmale berücksichtigt werden. Neben der Bauweise des Hauses sowie dem Maß der baulichen Nutzung spielt auch die Grundstücksgröße mit den Maßen in die Tiefe und Breite eine entscheidende Rolle. Je tiefer das Grundstück damit ausgehoben werden muss, um den Keller zu integrieren, desto höher wächst der Bodenrichtwert an. Dies wirkt sich maßgeblich auf den Kaufpreis aus, den Sie für das Grundstück im späteren Verlauf zahlen müssen.

Warum ein Keller nicht immer energieeffizient ist

Ein Keller ist in vielen Fällen kein Muss und daher optional vom Bauherrn gebaut oder gemieden werden. Wenn Sie auf Dauer auf den fehlenden Raum verzichten können, sollten Sie sich gegen einen Keller entscheiden. Denn dieser muss unbedingt beheizt werden oder mit einem hochwertigen Wärmeschutz ausgerüstet werden. Das bedeutet, dass ein Ausbaukeller rundum gedämmt werden muss. Diese Spezialdämmung muss auch in der Bodenplatte eingebracht werden. Die Fenster bedürfen dabei einer besonderen Dichtung. Wird der Keller hingegen beheizt, kommt es zu einem deutlichen Mehrverbrauch der Ressourcen zum Heizen. Dies geht nicht nur mit einem hohen Kostenfaktor einher, sondern nutzt auch Ressourcen, die es zu schonen gilt. Aus diesem Grund ist es energieeffizient, wenn Sie auf einen Keller verzichten.