Diskussion um Sanierung : Die ungewisse Zukunft des Krefelder Stadtwaldhaus

Diskussion um Sanierung : Die ungewisse Zukunft des Krefelder Stadtwaldhaus

Die Sanierung des Krefelder Stadtwaldhaus ab November 2020 sorgt für Unruhe. Pächter Helmut Lang befürchtet eine Komplettschließung für mindestens anderthalb Jahre. Die Stadt will prüfen, wie teuer eine schrittweise Sanierung wäre. Großer Zuspruch für Internet-Petition.

Das Krefelder Aufreger-Thema in den Sozialen Netzwerken ist in diesen Tagen die ungewisse Zukunft des Stadtwaldhauses. Einigkeit besteht darin, dass die für den Zeitraum ab November 2020 geplante Sanierung dringend notwendig ist. Über die Art und Weise, wie die Arbeiten durchgeführt werden, gibt es jedoch sehr unterschiedliche Ansichten, die für reichlich Diskussionsstoff sorgen. So fürchtet Stadtwaldhaus-Pächter Helmut Lang, dass es während der Bauphase zu einer Komplett-Schließung seines Gastronomiebetriebs kommen könnte.

„Zunächst einmal begrüße ich die Entscheidung der Stadt, das Stadtwaldhaus umfassend zu sanieren. Ich möchte an dieser Stelle aber auch betonen, dass ich für die Vorgehensweise der Verwaltung, das Stadtwaldhaus für eine Sanierung langfristig komplett zu schließen, kein Verständnis habe“, schrieb Lang in einem offenen Brief und betonte abermals, dass er einen „Teilbetrieb“ favorisiere.

Wie die Stadt Krefeld auf Nachfrage des Stadt Spiegels erklärte, sei noch gar nicht eindeutig geklärt, wie die Sanierung des Stadtwaldhauses ablaufen werde. „Die wünschenswerteste Lösung – insbesondere für Gäste, Gesellschaften und Veranstalter – wäre sicherlich, wenn das Stadtwaldhaus während der unbedingt erforderlichen Sanierung geöffnet bleiben könnte. Ob das aber technisch überhaupt möglich ist bei dem großen Umfang der Sanierung und was dies für Mehrkosten, aber auch längerer Bauzeit verursachen würde, wird jetzt geklärt“, sagte Stadtsprecher Dirk Senger. Ein europaweites Ausschreibungsverfahren sei mittlerweile abgeschlossen. Eine Entscheidung wird jedoch erst im Sommer 2019 erwartet.

Laut Aussage der Stadt umfasse der Umfang der Sanierung die Arbeiten an der Baukonstruktion, Erneuerung und Sanierung der Grundleitungen, energetische Sanierung einschließlich Austauschs der Fenster, Überarbeitung der Fassade und des Dachs, Maßnahmen zur Optimierung von Betriebsabläufen, Herstellung der Barrierefreiheit sowie Instandsetzung und Teilerneuerung der Außenanlagen – dies alles unter Beachtung des bestehenden Denkmalschutzes.

Die mögliche Schließung des Stadtwaldhauses ab November 2020 rief auch Christiane Hutchins auf den Plan. Die gebürtige Krefelderin startete eine Online-Petition, die bewirken soll, dass der Traditionsbetrieb nicht geschlossen wird. Fast 1500 Menschen unterstützten bis Dienstagnachmittag dieses Anliegen mit ihrer Unterschrift.

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