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Aktuell 36 „Coronafälle“ in Krefeld: Zoo schließt ab Dienstag

Aktuell 36 „Coronafälle“ in Krefeld : Zoo schließt ab Dienstag

Die Stadt Krefeld will künftig täglich um 12 Uhr die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand in Sachen Coronavirus informieren. Am Dienstag schließt der Zoo seine Pforten. Offen ist noch, ob Gastronomiebetriebe geschlossen werden müssen. Auch Spieplätze werden gesperrt.

„Es ist einfach ganz furchtbar. Der Mensch ist ein soziales Wesen - und aktuell wird alles Soziale lahmgelegt“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer am Montagnachmittag im Rathaus mit Blick auf die Auswirkungen des Coronavirus. Derzeit sind in Krefeld 36 „Coronafälle“ registriert. Neue Zahlen werden für Dienstag erwartet. „Den Personen geht es soweit gut“, berichtet Gesundheitsingenieur Dirk Hagenräke vom zuständigen Fachbereich Gesundheit. Keiner der Erkrankten müsse auf der Intensivstation behandelt werden.

Die Stadtverwaltung, die künftig täglich in Form einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit über den neuesten Stand informieren möchte, gab bekannt, dass ab Dienstag der Krefelder Zoo seine Pforten schließen wird. Vorerst bis zum Ende der Osterferien. Auch die Trauerhallen sowie die Friedhofverwaltung, das Umweltzentrum, der Botanische Garten und das Kundencenter des Kommunalbetriebs werden dichtgemacht.

Auch die die Stadtverwaltung wird ab Mittwoch,18. März, alle Dienststellen für den Publikumsverkehr schließen. Dies gilt auch für bereits vereinbarte Termine. Alle Vorgänge und Vorsprachen sollen soweit möglich telefonisch, auf elektronischem Weg oder postalisch erfolgen. Die Online-Services der Verwaltung sind unter www.krefeld.de/de/allgemein/online-service-der-stadt-krefeld zu finden.

Offen ist indes noch, ob Gastronomiebetriebe - so nicht schon freiwillig geschehen - schließen müssen. „Der Erlass des Landes ist dahingehend nicht eindeutig“, sagt OB Meyer. „Wir hoffen auf weitere Details, stehen aber auch im Austausch mit der Dehoga.“

Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur wollen Bund und Länder im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze in Deutschland schließen. „Das wäre aus meiner Sicht erst die nächste Eskalationsstufe“, sagte dazu Frank Meyer. „Wir appellieren an die Vernunft der Eltern.“ In der Zwischenzeit hat jedoch Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt, dass auch Spielplätze gesperrt werden.

Desweiteren rät das Stadtoberhaupt Vereinen und Organisationen ab, Planungen für Feste und Veranstaltungen voranzutreiben, die mit Kosten verbunden sind. Aktuell wisse man nicht, ob diese genehmigt werden könnten.

Relativ ruhig ging es am Montag übrigens in den Schulen und Kindertagesstätten zu. Die Notfallbetreuung sei im Vorfeld gut organisiert worden und verlief folglich reibungslos. Weitere Infos dazu gibt es auch auf der Homepage der Stadt unter www.krefeld.de/corona.

Offen ist übrigens noch, wie die Krefelder Politik mit dem Coronavirus umgehen wird. Am Dienstag werden sich die Vorsitzenden der Fraktionen treffen, um darüber zu beraten, ob Ausschussitzungen in den kommenden Tagen und Wochen stattfinden. Auch die kommende Stadtratssitzung könnte gekippt werden.