1. Die Stadt

Der Frühling kommt: Vorbereitung für Haus und Garten

Der Frühling kommt : Vorbereitung für Haus und Garten

Sollten Sie in den kalten Winterwochen wirklich schon an den Frühling denken? Natürlich, denn die Gedanken an die wieder länger werdenden Tage und milden Temperaturen hellen nicht nur den meist dunklen Winter auf, sondern wecken auch die Kreativität. Es gibt viele Dinge, die im Winter schon für den Frühling vorbereitet werden können und dafür sorgen, dass die milden Temperaturen dann noch intensiver genossen werden können.

Den Grundstein für ein schönes Gartenjahr im Winter legen

Wenn die Weihnachtszeit vorüber und das neue Jahr gestartet ist, ist die ideale Zeit, um an das neue Gartenjahr zu denken. So kann ganz in Ruhe das Saatgut für die nächste Gartensaison ausgewählt und vorbereitet werden. Weiterhin lassen sich die Winterwochen nutzen, um Vogelnistkästen wieder auf Vordermann zu bringen und erste Nisthilfen für Bienen zu bauen, die dann im Frühling im Garten verteilt werden.

Bei der Auswahl des richtigen Saatgutes sollten sich Hobbygärtner viel Zeit nehmen. Zunächst gilt es abzuwägen, welche Obst- und Gemüsesorten im eigenen Garten angebaut werden sollen. Hier darf natürlich in erster Linie der eigene Geschmack entscheiden. Im zweiten Schritt sollte aber auch immer an die Voraussetzungen gedacht werden, die der eigene Garten bereithält. So ist nicht jeder Boden für jede Gemüsesorte gut geeignet.

Neben Gemüsesaatgut sollte immer auch nach Stauden und Blumen Ausschau gehalten werden. Beides eignet sich hervorragend, um den Garten optisch aufzuwerten und für Farbtupfer im Jahresverlauf zu sorgen. Es gibt natürlich allerhand Stellen, an denen Saatgut gekauft werden kann. Neben dem regionalen Gartencenter bieten sich Saatgutkataloge und auch sogenannte Saatguttauschbörsen an. Die Tauschbörsen bringen vor allem Kleingärtner zusammen, die hier gern verschiedene Nutzpflanzensorten austauschen. Hin und wieder finden sich hier aber auch Stauden, die sonst nicht in den Gartencentern angeboten werden.

Wenn Sie einige Pflanzen in Kübeln überwintern lassen, brauchen diese auch in dieser Zeit Ihre volle Aufmerksamkeit. Achten Sie allem darauf, dass durch eine eventuelle Schneeschmelze keine Schäden entstehen. Besonders hoch ist das Risiko, wenn Schnee und Eis im oberen Bereich des Topfes schmelzen, darunter die Erde aber noch gefroren ist. So bildet sich sehr schnell unangenehme Staunässe, die gerade für die Wurzeln sehr gefährlich ist. Auch Blumenzwiebeln können durch die Staunässe Schaden nehmen. Damit sich die Pflanzen im kommenden Frühling in voller Pracht zeigen, sollten Sie den Schnee noch vor dem Tauen beseitigen. Am besten fegen Sie ihn vorsichtig herunter. Diese kleinen Handgriffe wecken die Vorfreude auf den Frühling und sorgen für zusätzliche Motivation.

Immergrüne Pflanzen, zu denen allen voran Rhododendron gehört, brauchen im Winter keine besondere Pflege. Diese haben sich einen kleinen Kniff einfallen lassen, um auch bei eisigen Temperaturen zu überleben. So rollt der Rhododendron seine Blätter geschickt zusammen. Dadurch verdunstet weniger Feuchtigkeit und die Pflanzen haben einen geringeren Nährstoffbedarf.

Gartenhaus für die neue Saison vorbereiten

Liegt das Saatgut für die nächste Saison bereit, kann die ganze Aufmerksamkeit im Winter dem Gartenhaus zuteilwerden. Ein kleines Gartenhaus gibt es im Grunde in jedem Garten. Es dient der Aufbewahrung verschiedener Gartengeräte. Nach einer Gartensaison ist die eigentlich vorhandene Ordnung im Gartenhaus passé. Darum sollte der Winter genutzt werden, um das Chaos zu beseitigen. So können die Gartenwerkzeuge alle in Ruhe auf mögliche Schäden geprüft werden. Damit Rechen, Spaten und Co endlich einen festen Platz bekommen, sollten Ordnungssysteme ins eigene Gartenhaus einziehen. Hier hat sich der Handel einiges einfallen lassen. So gibt es Halterungen für die Wand, die eine einfache Befestigung der Gartenwerkzeuge zulassen.

Wenn Ihnen all diese Halterungen nicht zusagen, können Sie natürlich auch selbst aktiv werden und ein System in Eigenregie bauen. Sehr beliebt sind sogenannte Geräteordner. Die Geräteordner basieren auf einem Rahmenständer, der sich aus etwas stärkeren Kanthölzern zusammensetzt. An der Oberseite werden als Abstandshalter Latten angebracht. Diese Latten müssen so ausgerichtet werden, dass in die Zwischenräume die Gerätestiele passen. Damit das ganze System zum Schluss wirklich sicher steht, ist es empfehlenswert, den Ständerfuß noch mit Kantholzstreben zu ergänzen. Diese laufen diagonal und bieten dadurch optimalen Halt.

Den Winter für die Steckholzvermehrung nutzen

Der Frühling kommt: Vorbereitung für Haus und Garten
Foto: stock.adobe.com/Ingmar

In den Winterwochen bietet sich zudem die Gelegenheit, Steckhölzer zu gewinnen, um diese schließlich zu vermehren. Das funktioniert am besten mit Laubgehölzen, die gut und schnell wurzeln. Die Steckhölzer befinden sich in den Wintermonaten in der Ruhephase, weshalb die ideale Zeit für die Vermehrung ist.

Damit sich die Gehölze problemlos vermehren lassen, ist es wichtig, bevorzugt junge und kräftige Triebe zu verwenden. Diese sind in dem Bereich der Mutterpflanze zu finden, der gut belichtet ist. Nachdem die Triebe von der Mutterpflanze entfernt wurden, schneiden Sie zunächst die noch weiche Spitze ab und teilen diese dann in mehrere kleine Stücke mit einer Länge von 15 bis 20 cm. Die einzelnen Triebe können Sie dann bündeln und bis zum März frostsicher aufbewahren. Danach werden diese wieder in die Erde gesteckt.

Bringen Sie neues Leben in Ihren Garten

Damit Sie in der kommenden Gartensaison allerhand Bewohner in Ihrem Garten begrüßen dürfen, können Sie den Winter für den Bau von Insektenhotels nutzen. Diese lassen sich aus wenigen Materialien ganz einfach selbst errichten. Ideales Grundmaterial für die Bienenhotels ist Holz. Wichtig ist, dass Sie die Löcher immer senkrecht in das Holz bohren, sodass die Hotels dann auch von den Wildbienen angenommen werden. Es gibt Wildbienen, die die einzelnen Gänge nur dann annehmen, wenn sich in den Röhren Mark befindet. Sie nagen dann selbst in das Mark kleine Gänge, um sich dort niederzulassen. Es finden sich in den meisten Gärten verschiedene Zweige, die dieses Mark von Natur aus enthalten. Bekannt dafür ist vor allem die Brombeere. Aus Brombeerzweigen können Sie sehr einfach ein Bienenhotel errichten, indem Sie die Zweige mit einer Länge von 50 bis 100 cm am Zaun befestigen. Achten Sie darauf, dass die Zweige immer einzeln fixiert und senkrecht ausgerichtet sind.

Ist Ihnen ein richtiges Häuschen für Ihre Bienen lieber, können Sie dieses natürlich nach der Montage der einzelnen Komponenten individuell gestalten. Achten Sie auch hier bei der Gestaltung der Häuser auf die Verarbeitung unterschiedlich großer Röhren und Gänge. Ebenfalls sollte man hier mit Mark gefüllte Röhren verwenden.

Bringen Sie frische Farbe in Ihr Heim

Nicht nur Ihr Garten kann schon im Winter sehr gut für den kommenden Frühling vorbereitet werden. Auch die eigene Wohnung lässt sich vom Winterblues befreien und sorgt so an den letzten Wintertagen schon für gute Laune. Damit die Lust auf Frühling wächst, ist der Winter die ideale Zeit, um ein bisschen frische Farbe in die eigenen vier Wände einziehen zu lassen. Sehr beliebt sind Pastelltöne, aber auch ein leuchtendes Gelb oder Orange.

Halten Sie am besten schon im Winter Ausschau nach neuen Kissenbezügen für die bevorstehende Saison. Am besten setzen Sie auf Bezüge mit floralen Mustern oder Pflanzenmotiven. Sie bringen frischen Wind ins Heim und spannen einen schönen Bogen zum Frühling. Gönnen Sie sich in Vorbereitung auf die wieder milder werdenden Tage zudem hin und wieder einen Strauß mit frischen Frühlingsblumen. Sie werden mit Sicherheit überrascht sein, wie gut Ihnen die bunten Blüten bekommen werden. Frische Tulpen gibt es in den Supermärkten bereits ab Januar als kleine Sträuße zu kaufen. Sie kommen in Glasvasen besonders gut zur Geltung.

Frühling im ganzen Heim

Wenn Sie Ihre Wohnung frühlingsfit machen wollen, sollten Sie sich nicht nur auf das Wohn- und Schlafzimmer konzentrieren, sondern immer auch die restlichen Räume einbeziehen. Hierzu gehört beispielsweise der Flur. Auch im Badezimmer bietet sich mit Sicherheit die Gelegenheit für ein wenig Frühlingsluft zu sorgen, indem Sie beispielsweise auf farbige Handtücher oder einen frischen Strauß Blumen setzen. Auch farbige Duftkerzen in typischen Frühlingsfarben wie Grün, Gelb und Orange sind wundervolle Möglichkeiten, um für eine frische Einrichtung zu sorgen.

Im Schlafzimmer dürfen die Farben gern ein wenig knalliger sein, sodass Sie schließlich mit frischer Energie in den Tag starten und den Winter aussperren. Wandtattoos mit Blütenmotiven und Zweigenformen sorgen für frischen Wind und lassen die dunklen Wintertage in Vergessenheit geraten. Die Frühlingsdekoration muss nicht immer aufwendig sein. Eine kleine Holzkiste, in der Sie ein wenig frisches Gras und Blumenstecker in Position bringen, ist ein hübscher Blickfang auf jedem Tisch.