Leon: Neues Jahr, neue Hoffnung

Leon : Neues Jahr, neue Hoffnung

Vor gut drei Wochen haben wir den Artikel zur Leidensgeschichte des kleinen Leon veröffentlicht. Seitdem hat sich Einiges getan. Viele Menschen wollen helfen, auch gesundheitlich könnte es nun bergauf gehen.

Neues Jahr, neues Glück heißt es im Volksmund. Im Falle von Leon Lehmann ein zutreffender Spruch, denn das Jahr 2019 hätte für ihn und seinen Vater definitiv schlechter starten können. Nach dem Hilfe-Aufruf in der Weihnachtsausgabe des ExtraTipp hat sich eine Vielzahl von Lesern gemeldet, die das Schicksal des schwer kranken jungen und dem alleinerziehenden Vater bewegt hat.

Viele wollten die Familie finanziell unterstützen, einige Leser haben ihre Hilfe auf andere Weise angeboten. Doch eines eint sie - dass es Leon zukünftig besser geht. Und die ersten Schritte sind gemacht. Das so wichtige Auto, mit dem der 10-Jährige und sein Vater den Weg von Kempen ins Helios-Klinikum nach Krefeld überbrücken können, ist angeschafft. Viel schneller als gedacht. "Das macht uns den Alltag schon ein ganzes Stück leichter", freut sich Leons Vater Sascha Pfeiffer über den gebrauchten Opel.

Doch viel wichtiger: auch gesundheitlich gab es am Jahresanfang eine Überraschung. Nachdem die Behandlung der lebensbedrohlichen aplastischen Anämie mit Medikamenten fehlgeschlagen war, ist eine Knochenmarkstransplantation notwendig. Und der passende Spender wurde prompt gefunden. "Das ist ein echter Zufall. Man kann den Leuten nur danken, dass sie sich haben registrieren lassen und ausgerechnet der passende Spender dabei war", sagt Sascha Pfeiffer erleichtert.

Ab morgen geht es nun nach Aachen. Dort finden eine Woche lang Voruntersuchungen im Uniklinikum statt. Ab dem 28. Januar muss sich Leon eine Woche lang einer Chemotherapie unterziehen, um auch die letzten geschädigten Zellen aus seinem Körper zu entfernen. Der 4. Februar soll dann der Tag sein, an dem alles besser wird, dann beginnt die Transplantation über Blutinfusionen.

"Das ist ein wichtiger Schritt. Aber erst drei bis acht Wochen danach weiß man wirklich, ob der Körper die Zellen annimmt und Leon außer Lebensgefahr ist. Erst dann kann er irgendwann wieder ein normales Leben mit Freunden, Schule und Sport leben."

UNTERSTÜTZUNG

Die Familie lebt bisher sehr beengt in einer 1,5 Zimmer Wohnung und sucht deshalb ein größeres Zuhause, möglichst in Kempen. Falls jemand eine günstige Wohnung zur Verfügung stellen kann, würde sich Leons Vater unter 0163-3379160 oder saschawiko@gmail.com über eine Information freuen.

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