Gewinner im Covestro-Heißluftballon: Luftiger Logenplatz am Himmel

Gewinner im Covestro-Heißluftballon : Luftiger Logenplatz am Himmel

Gemeinsam mit Covestro schickten wir acht Gewinnspiel-Teilnehmer mit einem Heißluftballon auf Reisen über den Niederrhein. Freiheit, Ruhe und das Gefühl von Glück, von der Aufbauarbeit bis zur feierlichen Taufe begleitete die Luftfahrer, die sich am Ende über einen Adelstitel und eine leckere Bratwurst freuen durften.

Auch heute noch, mehr als 200 Jahre nach dem ersten Ballonaufstieg, ist jede Ballonfahrt ein kleines Abenteuer. Denn das beginnt schon am Startplatz am Rand der Start- und Landebahn des Grefrather Flugplatzes, als der mit dem Covestro-Logo bedruckte Bus und Anhänger vorfährt. Nicht nur bei unseren glücklichen Gewinnern, auch bei mir gesellt sich zur Vorfreude eine gewisse Anspannung.

Was kommt jetzt auf uns zu? Um diese Frage kümmert sich vor allem Angelika Kloss, Inhaberin des Aeronautic Teams aus dem bergischen Waldbröl, das diese Tour für Covestro durchführt. „Und es heißt Ballonfahren und nicht Ballonfliegen“, stellt die Chefin am Ende ihrer Erklärung mit einem Augenzwinkern klar. Womit wir schon die wichtigste Regel des Tages gelernt hätten.

Schweißtreibender Aufbau

Kurz darauf wird uns bewusst, welche Dimensionen der Ballon hat - und welche Arbeit auf die Teilnehmer zukommt. Doch schnell sind die Aufgaben verteilt, Pilot Matthias übernimmt das Kommando. Der gut 200 Kilogramm schwere Korb wird aus dem Anhänger gelassen, der Schirm auf einer Länge von 50 Metern ausgebreitet. Am Startplatz verbinden wir Ballonkorb mit dem Ballon, das Brennersystem wird installiert. Ventilatoren sorgen für kalte Luft im Ballon, nach einiger Zeit kommt die Hitze dazu. Insgesamt 8500 Kubikmeter müssen gefüllt werden.

Die Reiseroute und Geschwindigkeit bestimmt allein der Wind. Fast lautlos über den Dingen stehen, sanft vom Wind geschoben werden und nicht genau wissen, wohin die Luftreise geht: Genau in diesen Genuss kommen wir, nachdem sich der Ballon vollständig aufgestellt hat und der Korb sich durch Thermik, Wind und die heiße Luft sanft vom Boden hebt. „Glück ab und gut Land“, sagt unser Pilot Matthias, als sich das riesige Luftfahrtgerät in den Himmel erhebt.

Foto: Reuter

Nach dem Gewusel am Boden beherrscht nun angenehme Ruhe den Korb, die nur von kurzen Brennerstößen unterbrochen wird. Wir steigen immer weiter und beim Blick auf den Horizont wird die Faszination dieser Fortbewegung allzu deutlich: es ist wie das Entfliehen in eine andere Welt: „Diese Ruhe, das Schweben über dem Boden, das man kaum merkt. Man ist völlig losgelöst von allem, einfach toll“, schwärmt Gisela Wenzel, die bereits zum dritten mal mit einem Ballon fährt.

Schweben über dem Niederrhein

Die Fahrt führt uns von Grefrath gen Südosten. Den Sonnenuntergang im Rücken und unser Ziel voraus. Wir schweben über Oedt, die Burg Uda im Blick, und ziehen weiter über die flache niederrheinische Landschaft. Fahrradfahrer halten extra an, Menschen kommen aus ihren Häusern, winken, rufen uns Grüße zu (die wir erstaunlich gut verstehen), alle sind gebannt von diesem großen Ballon, der über ihre Köpfe hinweg schwebt. Manchmal höher, manchmal niedriger. „Je nach Höhe gibt es Windänderungen. Durch das Steigen und Fallen können wir somit die Richtung ein wenig beeinflussen“, erklärt Hobby-Pilot Matthias, der hauptberuflich bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Köln arbeitet. Doch kalt wird es während der gesamten Fahrt nicht. „Weil wir mit dem Wind unterwegs sind“, weiß Mitfahrer Guido. Der Brenner tut sein übriges.

Und so ziehen wir dahin, der Wind treibt uns Richtung Anrath. Und weil die Sonne langsam aber sicher untergeht, genießen wir unsere letzten Momente in der Luft, bevor die Landung auf einer Wiese in Vorst-Kehn erfolgt. Die Busse mit Anhängern sind uns auf unserer Tour gefolgt und so heißt es „Anpacken“ und alles wieder an seinem sicheren Ort verstauen.

Zwei Highlights warten auf die Ballonfahrer

Foto: Reuter

So schön die Ballonfahrt war, zwei Highlights haben Angelika Kloss und ihr Team noch etwas in petto. Heiße Grillwürste und kalte Getränke sorgen für lächelnde Gesichter. „Da stehen wir hier mitten im Nirgendwo, genießen Wurst und Bier und haben so ein tolles gemeinsames Erlebnis hinter uns“, fasst eine Mitfahrerin treffend das Erlebnis und auch das entstandene Teamgefühl zusammen. Doch eins fehlt noch, was zum Ballon gehört wie die Heißluft: die Taufe.

Adelstitel ist krönender Abschluss

Die lässt sich Pilot Matthias nicht nehmen. Einer der Frischlinge muss sich dafür auf die Wiese knien. Mit feierlichen Worten und unter staunenden Blicken wird eine Haarlocke angesengt, die sofort mit einem Schlückchen Sekt gelöscht wird. Danach stoßen auch wir anderen auf dieses Ereignis an und erhalten eine Urkunde, inklusive neuem Namen.

Denn da es in den Anfängen nur Adeligen vergönnt war Heißluftballonfahrten zu genießen, werden alle Teilnehmer in den Adelsstand erhoben. „Von nun an müsst ihr euren Adelstitel auswendig kennen, dürft nie wieder fliegen zum Ballonfahren sagen und sollt ab jetzt anderen Ballonfahrern eure Hilfe anbieten“, mahnt Matthias mit einem Augenzwinkern.

Ein krönender Abschluss für einen tollen Abend.

*Fürst Peter, feurig-flammender Luftschiffer mit flotter Fahrt hoch über Grefrath

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