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Duell in München
KFC muss heute im "Hexenkessel" bestehen

Duell in München: KFC muss heute im "Hexenkessel" bestehen
FOTO: Stefan Brauer
Krefeld. Der KFC Uerdingen tritt heute (13 Uhr) bei Mitaufsteiger 1860 München an. Seitdem Umzug zur Grünwalder Straße herrscht bei den "Sechzger"-Heimspielen hitzige Fußballatmosphäre. Dieser wollen die Blau-Roten trotzen und drei Punkte entführen Von Peter Reuter

 

Wenn der Löwe brüllt, dann wird so manchem Gegner Angst und Bange. Gemeint sind die 15000 Zuschauer, die ihre Elf von 1860 München im Stadion an der Grünwalder Straße fast über die gesamten 90 Minuten nach vorne peitschen.

Doch bei Uerdingens Coach Stefan Krämer war zuletzt kein Anflug von einem mulmigen Gefühl vor der heutigen Partie zu erkennen. Im Gegenteil: "Da ist viel Tradition im Spiel, es sind viele Zuschauer da, das wird eine tolle Atmosphäre sein, in der sich jeder präsentieren kann." 

Nach dem turbulenten Heimsieg (3:2 gegen Meppen) wird sein Team nicht nur in voller Stärke, sondern auch mit dem nötigen Selbstbewusstsein in die bayrische Landeshauptstadt reisen. Bereits gestern machte sich der blau-rote Tross mit dem Flugzeug auf den Weg, um optimal vorbereitet zu sein. Denn ebenso wie der KFC sind die "Sechzger" Aufsteiger, doch mindestens ähnlich so ambitioniert wie das Team vom Niederrhein.

Nach dem Gang in die 3. Liga verstärkte Trainer Daniel Bierofka seine Truppe auf vielen Positionen, Prunkstück ist der Sturm. Denn da warten mit Ex-Duisburger Sascha Mölders und Adriano Grimaldi zwei echte Brocken auf die gegnerische Verteidigung. Den beiden werden sich heute wohl KFC-Kapitän Mario Erb und Christopher Schorch annehmen, der zuletzt eine Top-Leistung ablieferte.

"Da vorne sind sie richtig stark, aber auch auf den Außenbahnen haben sie mit Stefan Lex oder Nico Karger enorme Qualität. Wir müssen hellwach sein und vor allem bei Standards aufpassen", meint Krämer, der seiner Mannschaft eine Spur mehr Ruhe wünscht.

"Wir haben noch zu viele Phasen im Spiel, in denen es zu wild ist. Da muss man auch mal das Spiel beruhigen. Ich habe keinen Bock auf Schlafwagenfußball, aber es darf eben nicht zu hektisch werden", ist sich der Trainer sicher. 

Trotz seiner guten Leistung gegen Meppen könnte Johannes Dörfler wieder auf die Bank rutschen. Für ihn dürfte dann Stefan Aigner beginnen, der in der Jugend und als Profi lange für 1860 gespielt hat.

"Es wird sicher ein komisches Gefühl sein, weil es ein Auswärtsspiel zu Hause wird, ich kenne da auch noch so viele Leute. Nichtsdestotrotz ist das in den 90 Minuten am Sonntag völlig uninteressant, da will ich mit dem KFC den maximalen Erfolg haben", stellte der 30-jährige Stürmer schon vor dem Spiel gegen Meppen klar.

Auch Neuzugang Patrick Pflücke wird in München noch nicht auf dem Rasen stehen.Er bekam laut Vereinsverantwortlichen so schnell noch keine Spielgenehmigung. "Er ist ein klassischer Zehner und kann auf der acht spielen. Patrick ist der Typ Straßenfußballer, ihn wollte ich schon vor meiner Uerdinger Zeit verpflichten. Wir haben dennoch einen breiten Kader, ein Pfund, mit dem wir wuchern können", weiß Krämer.

Deswegen darf man gespannt sein, wer heute um 13 Uhr schlussendlich auf dem Rasen stehen wird, um die Löwen zu bändigen....