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KFC: Drei Tore und doch nicht glücklich

KFC: Drei Tore und doch nicht glücklich
Christopher Schorch köpft den Ball ins Wattenscheider Tor. Dabei wird er von Lucas Musculus beobachtet, der vergangenen Sonntag sogar zweimal traf. FOTO: Samla
Krefeld. Am Sonntag erzielte Tabellenführer KFC Uerdingen erst zum zweiten Mal in dieser Saison drei Tore- zum Sieg reichte es dennoch nicht. Diesmal schwächelte die Defensive. Gegen Rhynern soll der Knoten nun platzen. Von Peter Reuter

Es kommt nicht so oft vor, das man mit gesenktem Kopf den Platz verlässt, obwohl man auswärts drei Tore geschossen hat. Es kommt allerdings auch nicht so oft vor, dass man dreimal in Führung geht und trotzdem nicht gewinnt. So geschehen am vergangenen Sonntag, als der KFC Uerdingen sich in Wattenscheid mit einem 3:3 begnügen musste. Dreimal - so oft hatte das Team von Trainer Michael Wiesinger in dieser Saison zuvor erst in einem Meisterschaftsspiel getroffen. Trotzdem gab es keinen Grund zur Freude. „Es war ein Spiel mit unterschiedlichen Gesichtern und vielen Fehlern auf beiden Seiten. Gerade nach der Halbzeit war Wattenscheid besser. Wir haben die letzte Konsequenz vermissen lassen“, resümierte der Trainer nach der Partie. Das Prunkstück - die Defensive - zeigte ungewohnte Schwächen. Vielleicht auch ob der Sperre von Kapitän und Innenverteidiger Mario Erb. Wiesinger bemängelte dazu eine gewisse Sorglosigkeit.

Dafür zeigten die Blau-Roten nach vorne mehr Esprit als zuletzt noch gegen Oberhausen, als das Mittelfeld große Lücken zwischen Abwehr und Angriff offenbarte. „Wir wollten unbedingt gewinnen und haben eine bessere Abstimmung gehabt“, stellte Offensivspieler Florian Rüter rückblickend fest. Doch auch bei ihm überwog die Unzufriedenheit. „Es ist völlig egal, ob wir drei Tore schießen oder nur eins. Wenn man den Ausgleich relativ spät kassiert, nervt das. Aber das müssen wir jetzt abhaken“, ist sich der 27-Jährige sicher. Zwar sind er und sein Team nicht mit dem gewünschten Erfolg in das Jahr 2018 gestartet, verloren ist derweil noch nichts. Nur müssten am Samstag gegen das Tabellenschlusslicht Westfalia Rhynern drei Punkte her, um erst gar keine Selbstzweifel aufkommen zu lassen. Aber ein Selbstläufer wird das Samstag nicht: auch im Hinspiel tat sich der KFC lange schwer und konnte den Rückstand erst in den letzten 20 Minuten in einen 3:1-Sieg drehen.

(StadtSpiegel)