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Nach Spielabbruch
DFB-Sportgericht entscheidet über KFC-Aufstieg

Nach Spielabbruch: DFB-Sportgericht entscheidet über KFC-Aufstieg
FOTO: Samla
Krefeld. Das Relegationsspiel zwischen dem KFC Uerdingen und Waldhof Mannheim ist beim Stand von 2:1 in der 82. Minute wegen Fan-Randale der Mannheimer abgebrochen worden. Nun entscheidet das DFB-Sportgericht über das weitere Vorgehen. Von Jan Popp-Sewing

Der Aufstieg des KFC Uerdingen in die Dritte Liga ist noch nicht perfekt. Der DFB behält sich eine Entscheidung vor. Eine Wiederholung des Spiels gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Allzu große Sorgen brauchen sich die Uerdinger nicht zu machen: Der Spielabbruch erfolgte in der 82. aufgrund des massiven Pyrotechnik-Einsatzes von Seiten der Waldhof-Fans.

Das hätte Waldhof Mannheim als Gastgeber der Partie eigentlich im Vorfeld verhindern müssen.

In der Regel werden solche Spiele nach Anhörung des Schiedsrichters durch das DFB-Sportgericht mit 3:0 für die Mannschaft gewertet, gegen die sich die Fan-Aggression richtete.

Die Krefelder hatten bereits das Hinspiel in Duisburg mit 1:0 gewonnen und lagen im Rückspiel zum Zeitpunkt des Abbruchs acht Minuten vor Schluss mit 2:1 vorn.

Ganze oder teilweise Spiel-Wiederholungen werden vom DFB angesetzt, wenn eine Partie aufgrund von "höherer Gewalt" nicht beendet werden konnte - ohne dass eine der beiden Seiten dafür eine Verantwortung übernehmen kann.  

Die Mannheimer müssen nun mit einer Strafe durch den DFB rechnen. Aus den Reihen ihrer Fans wurde nicht nur gezündelt, KFC-Spieler wurden auch mit Papier und offenbar Plastikteilen beworfen.

In Krefeld wird nun am Montag ab 17 Uhr vor dem Rathaus die Meisterschaft der Regionalliga West und der mutmaßliche Aufstieg gefeiert