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Swinging christmas mit dem "Riesen aus Minsk"

Swinging christmas mit dem "Riesen aus Minsk"
FOTO: Axel Küppers
Kempen. Dziakuj, Pavel! Das riefen 450 begeisterte Zuhörer dem Saxofonisten Pavel Arakelian beim Benefiz-Konzert Swinging Christmas zu. Der Lions Club Kempen hatte zum nunmehr 5. Mal am ersten Adventswochenende ins Kolpinghaus eingeladen.

Der Weißrusse ist diesmal der besondere Gast, dem die Kempen Big Band mit ihrem Leiter Markus Türk den musikalischen Teppich ausrollt. In der Muttersprache des Zweimetermannes aus Minsk sagen die Lions beim Finale Furioso dziakuj - danke. Das Publikum ist bereits nach wenigen Minuten aus dem Häuschen, als der muskelbepackte Weißrusse im luftigen Achsel-Shirt die Bühne betritt. Kaum zu glauben, wie liebevoll zärtlich dieser so bärbeißig wirkende Hüne die Tasten seiner Saxofone Sopran und Tenor sowie des E-Pianos bedient.

Trompeter Markus Türk, der sich mit Pavel Arakelian unnachahmliche Duette liefert, muss zwar zugeben, dass das Konzert diesmal aufgrund der Persönlichkeit des Special Guest sehr jazzig geraten ist. Dennoch bekommt die Kempen Big Band immer wieder die Kurve, dass auch weihnachtliche Weisen im hohen Kolpingsaal die Runden machen. Dazu trägt William Wulmsen bei. Der niederländische Sänger der Kempen Big Band ist diesmal über sich hinausgewachsen, als er Songs anstimmt, die früher nie auf seinem musikalischen Monitor aufgetaucht sind. Beispielsweise "Feel" von Robbie Williams, dem William Wulmsen eine ganz eigene Interpretation abringt.

Das Publikum kann dieses kongeniale Zusammenspiel von drei Ausnahmemusikern und einer hervorragend eingestimmten Big Band mehr als drei Stunden genießen. Nach der zweiten Zugabe wird an der langen Kolpinghaustheke noch lange gefachsimpelt, welches der bislang fünf Swinging Christmas-Konzerte denn nun das beste gewesen ist. In der bierseligen Korona ragt ein Riese aus Belorussland besonders hervor, der zuvor eine mitreißende Kempen-Premiere gefeiert hatte. Dziakuj, Pavel!

 

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