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Grefrath
Glasfaser kommt, aber noch nicht überall

Grefrath: Glasfaser kommt, aber noch nicht überall
FOTO: Bernd Kasper / pixelio.de
Grefrath. Jetzt steht es fest: Das Unternehmen Deutsche Glasfaser wird in allen Grefrather Ortsteilen kostenlose Glasfaseranschlüsse verlegen - für diejenigen Haushalte, die bis zu einem bestimmten Termin einen Vertrag abgeschlossen haben. Allerdings steht für einige Straßenzüge und Wohngebiete noch nicht fest, ob und wann das schnelle Internet angeschlossen wird. Von Alexandra Rottmann

Einen Vollausbau im gesamten Gemeindegebiet hatte sich die Bürgerinitiative "Glasfaser für Grefrath" als Ziel gesetzt und dafür eine intensive Informationskampagne gestartet. Doch das Interesse in den einzelnen Ortsteilen und Wohngebieten fiel sehr unterschiedlich aus. Während in Mülhausen und Vinkrath recht mühelos die geforderten vierzig Prozent Vertragsabschlüsse erreicht wurden, verlief die Voranfrage bei den Haushalten in Grefrath und Oedt recht schleppend.

Wie Marco Westenberg, Regionalmanager der Deutschen Glasfaser, im Pressegespräch mitteilte, werden aber die meisten Haushalte im Gemeindegebiet, die einen Vertrag abgeschlossen haben, schon in den nächsten Monaten mit einem Anschluss versorgt: "Noch in diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten in Vinkrath, und im Januar werden wir dann in Mülhausen starten." Insgesamt stünden für den Ausbau etwa 7,3 Millionen Euro zur Verfügung. Jeweils etwa drei Monate werde es dann dauern, bis sich die Internetnutzer in das schnelle Netz einwählen können. Natürlich sei das gerade in dieser Jahreszeit wetterabhängig: "Bei Minusgraden kann es zu Bauverzögerungen kommen."

In Oedt und Grefrath hat die Deutsche Glasfaser aufgrund des teils geringen Interesses eine Aufteilung vorgenommen: Einige Bereiche, "Phase 1" genannt (etwa der nördliche Teil von Grefrath), werden ebenfalls in der ersten Jahreshälfte 2018 angeschlossen, der Rest ("Phase 2") muss noch warten - in Teilen von Grefrath-Süd und Oedt ist es sogar noch unsicher, ob der Anschluss überhaupt irgendwann kommen wird. Marco Westenberg: "Unser Ziel ist es, ganz Grefrath auszubauen, und nach meinen bisherigen Erfahrungen bin ich zuversichtlich, dass es auch gelingen wird."

Unsicher ist ebenfalls, ob die Gebiete "Heide" zwischen Grefrath und Vinkrath und "Vorst" nördlich von Vinkrath in den Genuss des schnellen Internets kommen. Das werde in den kommenden Wochen entschieden.

Dafür müssten sich allerdings noch weitere Haushalte für den Glasfaseranschluss entscheiden. Die Bürgerinitiative und die Gemeindeverwaltung wollen sich weiterhin dafür einsetzen und ihre Informationskampagne fortführen. 

Sicher mit dabei sind die Schulen: Das Schulzentrum Oedt, die Gemeinschaftsgrundschule Grefrath, die Sekundarschule an der Dorenburg und die Liebfrauenschule in Mülhausen erhalten alle einen kostenlosen Anschluss, zusätzlich sponsert die Deutsche Glasfaser jeweils fünf Tablets für die Schulen.

Welche Straßenzüge in Grefrath und Oedt sofort angeschlossen werden, wird die Deutsche Glasfaser den Haushalten in den nächsten Tagen schriftlich mitteilen.

Eine neue Frist für die Vertragsabschlüsse (kostenloser Anschluss; bei einer späteren Entscheidung nach Fristablauf wird er ca. 750 bis 2500 Euro kosten) teilt das Unternehmen Deutsche Glasfaser ebenfalls in den kommenden Wochen mit. Das Schreiben soll an alle Haushalte in Grefrath gehen, die sich bisher nicht entschieden haben.

Informationen zur Bürgerinitiative "Glasfaser für Grefrath":

www.glasfaser-grefrath.de

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