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IHK-Mietspiegel
"Zu wenig moderne Büroflächen in der City"

IHK-Mietspiegel: "Zu wenig moderne Büroflächen in der City"
Die Mitglieder des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft v.l.: Thomas Siegert (Wohnstätte), Norbert Bienen (Bienen & Partner), Roman Bühner-Lomberg (Lomberg Immobilien) und Andrée Haack (IHK) FOTO: jps
Krefeld. Die Mieten für Büros und Läden in Krefeld bleiben konstant. Es gibt weiter Leerstände außerhalb der Top-Lagen. Der IHK-Immobilienausschuss empfiehlt Vermietern zu modernisieren und bei den Mieten "realistisch" zu bleiben. Von Jan Popp-Sewing

Der Mietpreis für kleine Geschäfte (also unter 100 Quadratmeter) in Krefelds Top-Lage wie der Fußgängerzone Hochstraße liegt zwischen 35 und 75 Euro, der Durchschnitt beträgt 55 Euro. Bei größeren Lokalen liegt die Preisspanne zwischen 19 und 40 Euro.  

Die Königstraße gilt als 1b-Lage, da sie keine Fußgängerzone ist. Bei Neuvermietungen werden hier im Schnitt 22 Euro pro Quadratmeter bei den kleinen Geschäften fällig, ab 100 Quadratmeter sind es im Schnitt 12,50 Euro.

"Vermieter müssen umdenken und investieren", rät Norbert Bienen, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft und privater Entwickler von Gewerbeparks. 

Wer an langfristigen Mietern interessierte sei, müsse auch "realistische" Preise bieten und die Konkurrenz berücksichtigen, der der Handel durch das Internet-Geschäft ausgesetzt sei.

Bei den Büroflächen beklagt Ausschussmitglied Roman Bühner-Lomberg ein Überangebot an Büros mit veraltetem Standard in Krefeld. Topmoderne Büroflächen gebe es im Stadtzentrum hingegen zu wenige, so der Makler.

Für Büros mit hohem Standard in der City müssen Firmen aktuell 9,50 bis 13 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter auf den Tisch legen. In den Stadtteilen reichen 10 Euro.

Zum Vergleich: In Tönisvorst sind moderne Büroflächen bereits für 7 bis 8,50 Euro zu haben. In Kempen zahlt man 6,50 bis 10 Euro.