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Plan der Landesregierung
Sozialticket-Kürzungen träfen 2700 Krefelder

Plan der Landesregierung: Sozialticket-Kürzungen träfen 2700 Krefelder
FOTO: SWK
Krefeld. Die neue Landesregierung will etwa 40 Millionen Euro sparen, indem sie die Zuschüsse für das Sozialticket schrittweise bis 2020 streicht. Die Kürzung würde in Krefeld rund 2700 Bürger treffen, die das verbilligte Ticket nutzen. Von Jan Popp-Sewing

Endgültig entschieden ist über die Einsparung indes noch nicht. Das gesparte Geld soll in Straßenbau und ein neues Azubi-Ticket fließen. Das Ticket ist einen Monat gültig. Jährlich werden in Krefeld rund 32.000 einzelne Monatstickets verkauft
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Die SPD-Landtagsabgeordnete Ina Spanier-Oppermann warnte die Landesregierung davor "Sparmaßnahmen auf Kosten der bedürftigen Menschen durchzuführen". "Wir können doch nicht den Bürgerinnen und Bürgern, die dringend auf das vergünstigte ÖPNV-Ticket angewiesen sind, abverlangen mehr zu bezahlen und dies damit begründen, dass auch Azubis günstig fahren müssen", so Spanier-Oppermann.

"Wenn die SWK keine Landesmittel mehr erhält oder aus sonstigen Gründen das Sozialticket nicht mehr anbietet, wäre dies fatal", so Philipp Einfalt stv. Vorsitzender des DGB Krefeld. Viel werde über Armut und Kinderarmut geredet, und dann stehe ein Angebot auf dem Spiel, das Menschen in Krefeld Mobilität ermöglicht.

Der Krefelder Sozialausschuss hat an die Landesregierung und die beiden Krefelder CDU-Landtagsabgeordneten appelliert, sich für den Erhalt des  Sozialtickets einzusetzen.