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Vortrag im Deutschen Textilmuseum Linn
Schneider der Beatles erklärt Bühnenkostüme

Vortrag im Deutschen Textilmuseum Linn: Schneider der Beatles erklärt Bühnenkostüme
Bunt: Dr. Annette Schick zeigt in der aktuellen Ausstellung deutsche Couture der 50er und 60er Jahre. FOTO: Müller
Krefeld . Stolze 16.000 Besucher zählte das Textilmuseum Linn voriges Jahr. Solides Fundament für die neuen Ausstellungen 2018. Von Ernst Müller

"Unsere Ausstellung Deutsche Couture läuft noch bis 18. Mai", erinnert Museumsdirektorin Dr. Annette Schieck an die Retro-Schau bunter Kleider der 50er und 60er Jahre. Bis Ende des Jahres hatten sie über 3700 Besucher gesehen.


Nach dieser traditionellen Ausstellung plant Dr. Schieck fürs neue Jahr ein Experiment: "Künstler aus ganz NRW wählen aus unserer Textilien-Sammlung ein Stück aus und lassen sich davon zu einem Kunstwerk inspirieren." So wird der Goldschmied ein Schmuckstück vorlegen, der Bildhauer eine Skulptur und der Maler ein Bild. Stets mit Bezug zu einem Kleid, einem Wandteppich oder einem anderen Stoffteil aus der reichen historischen Sammlung des Museums. Vom 24. Juni bis 9. September werden die Arbeiten der Künstler in einer Ausstellung zu betrachten sein. Arbeitstitel: "Reflexionen".


Ein Künstler ganz anderer Art sorgt am 10. Mai für ein Highlight im Veranstaltungsreigen: Der Schneider der legendären Beatles, Gordon Millings, hält einen öffentlichen Vortrag über die Bühnenkostüme der "fab four". Dazu bringt der Ausstatter auch einige Exemplare der damaligen Monturen mit.


Im November 2018 startet dann die lange geplante Ausstellung über die Trachtensammlung Prött. Die Kunsthistorikerin Uta-Christiane Bergemann hat die Sammlung, die im Textilmuseum lagert, mit Unterstützung der Krefelder Sparkassenstiftung erforscht. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Nach wie vor ist das Textilmuseum begehrter Anlaufpunkt auch für Wissenschaftler. Die Kulturstiftung der Sparkasse fördert in den nächsten drei Jahren weitere Untersuchungen über historische, islamische und peruanischen Bestände.