| 17.17 Uhr

Verlorene Jeckenkappe
OB Meyer hilft Kollege aus der Patsche

Jecke Amtshilfe
Erleichterung: Oberbürgermeister Frank Meyer (l.) hat seinem Willicher Amtskollegen die aufgefundene Narrenkappe überreicht. Dieser zeigt sich überaus dankbar. FOTO: Prinzengarde Willich
Krefeld . Oberbürgermeister Frank Meyer hat beim karnevalistischen Frühschoppen der Prinzengarde Willich ungewöhnliche nachbarschaftliche Hilfe geleistet. Von der Redaktion

Die hatte sein Willicher Amtskollege Josef Heyes aber auch "bitter nötig". Heyes nämlich, seit seinem Dienstantritt im Jahr 1999 auch Leutnant der Reserve der Prinzengarde, hatte auf dem Prinzenbiwak Anfang des Jahres aus noch ungeklärten Gründen seine Kappe verloren – unter den Narren nahezu ein Kapitalvergehen.


Frank Meyer konnte ihm die wertvolle Kopfbedeckung nun zurückgeben. Aus dem Schneider sei Heyes damit aber noch lange nicht, so Prinzengarde-Vorsitzender Frank Schreiber. "Er wird sich wohl etwas einfallen lassen müssen, um das wieder gut zu machen."


Die verloren gegangene Kappe wurde dem Vorstand der Prinzengarde nach dem Verlust recht bald zugespielt – und der Stein kam dank guter Kontakte zu den Jecken aus Krefeld ins Rollen. Über den Willicher Uwe Arndt, Vorsitzender der Krefelder Gesellschaft Parlament, wurde Oberbürgermeister Frank Meyer auf dem Gardeappell der Krefelder Westgarde angesprochen, ob er sich vorstellen könne, seinem Kollegen die Kappe zurückzugeben.

"Wir brauchten keine große Überredungskunst, Frank Meyer von diesem Spaß zu überzeugen. Er war sofort Feuer und Flamme", berichtet Schreiber. Und so stand der Krefelder Oberbürgermeister am vergangenen Wochenende plötzlich und für viele überraschend beim Frühschoppen in der Nachbarstadt auf der Bühne – in der Hand die Kappe von Heyes. Dem fiel natürlich ein Stein vom Herzen.


 "Ich danke Frank Meyer ganz herzlich. Gut, dass meine Kappe nun wieder zurück ist", sagte er.
Natürlich versprach er auch, sich für den Verlust in gewisser Art und Weise zu entschuldigen. "Die Kappe werde ich ab sofort hüten wie meinen Augapfel."