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„Gefahr erkennen und sich schützen“

„Gefahr erkennen und sich schützen“
FOTO: Samla
Krefeld. Mehr als 400 Polizeibeamte aus 18 verschiedenen Behörden informierten sich beim "Tag der Eigensicherung" in Krefeld. NRW-Innenminister Herbert Reul warnte vor "schleichender Routine". Von Jörg Zellen



Der 18. August 2018. In der Leitstelle der Krefelder Polizei geht eine Beschwerde wegen Ruhestörung ein. Die Beamten fahren raus, doch der Verursacher weigert sich, die Türe zu öffnen, droht stattdessen damit, sich zu erschießen. Die Polizisten vor Ort rufen ein Spezialeinsatzkommando zur Hilfe, welches die Situation löst. Später stellt sich heraus, dass der Täter eine Person in seiner Gewalt und zudem die Türklinke unter Strom gesetzt hatte.

Dieses Beispiel führte Krefelds Polizeipräsident Rainer Furth zur Eröffnung des "Tags der Eigensicherung" an, der am Freitag am Nordwall stattfand. "Nur wer Gefahren kennt und erkennt, kann sich schützen", sagte Furth mit Blick auf diesen konkreten Fall lobend.

Mehr als 400 Polizeibeamte aus 18 verschiedenen Behörden informierten sich im Krefelder Präsidium darüber, wie sie sich in den unterschiedlichsten Gefahrenlagen besser schützen können.

70 Referenten gaben ihr Fachwissen weiter und zeigten ganz praktisch, wie sich die Beamten bei speziellen Einsätzen (wie z.B. mit Hunden, giftigen Tieren, psychisch kranken Menschen oder bei Unwetterlagen) zu verhalten haben.

NRW-Innenminister Herbert Reul, der wegen seines Engagements für die Polizei freudig begrüßt wurde, sieht im "Tag der Eigensicherheit" einen "bedeutsamen Akzent". "Es geht darum, der schleichenden Routine entgegenzuwirken."